Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor der Entscheidung für eine Anschlussfinanzierung meines Hauses. Die aktuelle Bindung läuft Ende des Jahres aus und ich muss mich jetzt schon festlegen.
Mein Problem: Die Zinsen sind derzeit relativ stabil, aber ich weiß nicht, ob ich lieber 10 oder 20 Jahre binden soll. Bei 20 Jahren habe ich natürlich mehr Planungssicherheit, aber die Zinssätze sind aktuell ca. 0,4% höher als bei 10 Jahren. Bei meiner Restschuld von ca. 180.000€ macht das immerhin etwa 720€ pro Jahr Unterschied.
Andererseits: Wenn die Zinsen in den nächsten Jahren wieder steigen, ärgere ich mich vielleicht über die kürzere Bindung. Meine Haushaltsrechnung ist stabil, ich muss nicht sparen. Aber eine Familie ist natürlich auch nicht billig.
Wie seht ihr das? Lohnt sich die längere Bindung zur Sicherheit, oder ist das überflüssig? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bei der Entscheidung?
Danke schon mal!
Hallo KachelOfenKlaus,
da kann ich dir aus meiner Erfahrung nur sagen: Bei einer stabilen Haushaltsrechnung würde ich die 20 Jahre nehmen. Ja, die 720€ im Jahr sind nicht nix, aber wenn man 15-20 Jahre noch vor sich hat, braucht man einfach diese Ruhe. Ich kenne das von der Buchhaltung meines früheren Arbeitgebers – die Unternehmen zahlen oft bewusst mehr für Planungssicherheit, weil die psychologische Belastung von Unsicherheit teuer wird.
Bei deiner Situation: Du kennst deine Einnahmen, die Familie läuft stabil. Dann ist das Plus von 0,4% einfach die Versicherung gegen Überraschungen wert. Wenn die Zinsen in 10 Jahren bei 5-6% stehen, wirst du froh sein. Und falls sie fallen? Na ja, dann ärgerst du dich ein bisschen, aber das ist immer noch besser als Stress.
Wie lange ist denn dein Horizont noch? Wie alt ist das Haus?