Hallo zusammen,
ich bin mit meinem Altbau in der Innenstadt schon viele Jahre unterwegs und kenne mich mit der historischen Bausubstanz aus. Jetzt steht eine größere Sanierung an – Fenster, Dachwerk und Fassade müssen angegangen werden. Das Problem: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, weshalb ich mit speziellen Handwerkern rechnen muss und die Kosten deutlich höher ausfallen als bei einem normalen Haus.
Ich habe zwei Optionen: Entweder einen klassischen Bausparvertrag abschließen, um später günstige Zinsen zu sichern, oder direkt ein Annuitätendarlehen bei der Bank aufnehmen. Im August sind die Zinsen ja einigermaßen stabil, aber ich bin unsicher, ob sich der Bausparvertrag für mich lohnt – zumal ich nicht weiß, wann die Sanierung konkret startet.
Was ist bei einem Denkmalhaus sinnvoller? Gibt es Erfahrungen mit den langen Laufzeiten beim Bausparen, wenn man nicht sofort bauen kann?
Das kann ich gut nachvollziehen – bei mir im Schwarzwaldhaus ist es ähnlich kompliziert, wenn Handwerker die Holzsubstanz verstehen müssen. Meiner Erfahrung nach: Beim Bausparen dauert es einfach zu lange, bis du die Zuteilung hast und die günstigen Konditionen nutzen kannst. Bei einer Denkmalschutz-Sanierung brauchst du aber Planungssicherheit und oft auch schneller als gedacht ist die Handwerker gebucht.
Ich würde dir eher zu einem flexiblen Annuitätendarlehen raten – gib es auch mit längeren Zinsbindungen. So kannst du sofort planen und umsetzen, ohne in zwei Jahren noch auf die Zuteilung zu warten. Bei meinen eigenen Dacherneuerungen habe ich das auch so gehandhabt – Flexibilität war mir wichtiger als auf günstige Bausparzinsen zu hoffen.
Ich vermiet zwar Wohnungen, nicht Denkmalschutz-Häuser, aber bei größeren Sanierungen geht mir immer das gleiche durch den Kopf: Der Bausparvertrag ist nur dann rentabel, wenn du tatsächlich mit den günstigeren Sollzinsen rechnest. Im Moment sind die Unterschiede ja nicht so krass wie vor ein paar Jahren. Für dich kommt hinzu, dass Denkmalschutz-Arbeiten oft unvorhersehbare Kosten mit sich bringen – du bindest dich also an etwas, dessen Umfang du gar nicht genau planst.