Hallo zusammen, ich bin noch relativ neu hier und habe gerade geerbt. Das Haus ist von 1978, die Ölheizung ist noch original und mittlerweile auch kaputt. Jetzt habe ich recherchiert und bin auf die BAFA-Förderung für Wärmepumpen gestoßen. Nur: Ich bin verwirrt, wann ich genau den Antrag stellen muss. Vor der Bestellung? Vor dem Einbau? Kann ich erst den Handwerker beauftragen und dann die Förderung beantragen oder muss das vorher passieren?
Und noch eine Frage: Ich habe gelesen, dass es verschiedene Prozentsätze gibt – 30%, 35%, 40%? Wie komme ich da rein und was ist der Unterschied? Gibt es Bedingungen, die mein altes Haus erfüllen muss?
Ich würde das gerne noch diesen Herbst machen, bin aber auch nicht in Eile wie ein Geschäftsbetrieb. Kann mir jemand das Schritt-für-Schritt erklären oder das vereinfacht zusammenfassen?
Maximilian, genau bei dieser Frage helfe ich dir gerne etwas detaillierter weiter. Es gibt verschiedene Szenarien je nachdem, ob du nur die Heizung tauschst oder eine komplette energetische Sanierung planst.
Für eine einzelne Wärmepumpe (Luftwärmepumpe wäre wahrscheinlich die günstigste Option bei dir): Du brauchst vorab einen Energieberater mit Fachkenntnissen. Der prüft dein Haus und erstellt einen Sanierungsfahrplan. Mit diesem Papier stellst du DANN den BAFA-Antrag. Erst wenn der genehmigt ist, darfst du den Handwerker beauftragen.
Die 40%-Variante (höchste Förderung) ist aktuell für den Heizungstausch realistisch, wenn parallel noch andere Maßnahmen geplant sind wie Dämmung oder Fenster. Die 30% sind für die reine Heizung ohne zusätzliche Verbesserungen.
Für August/September würde ich dir empfehlen: Jetzt schon 2-3 Energieberater kontaktieren und Termine abstimmen. Das dauert 2-3 Wochen bis zum Report. Dann geht es schneller.
Wichtig zu wissen: Der Antrag muss VOR Auftragserteilung beim Handwerker gestellt sein! Das ist eine harte Regel bei BAFA. Erst genehmigung, dann Auftrag vergeben. Bei Wärmepumpen brauchst du zusätzlich einen anerkannten Energieberater – der kostet etwa 500-800 Euro, wird aber teilweise über KfW gefördert. Die 30-40% hängen ab von Anlagentyp und ob du Einzelmaßnahme oder komplette Sanierung machst. Mein Rat: Hole dir jetzt schon Angebote vom Handwerker ein, dann parallel Energieberater beauftragen, DANN erst BAFA-Antrag. Dauert insgesamt 4-6 Wochen bis zur Genehmigung.
Kurze Antwort: Antrag VOR Bestellung, sonst kein Geld.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn ich vor der Beauftragung einfach mal bei den Nachbarn nachgefragt habe, wer ihnen geholfen hat. Persönliche Empfehlungen sind Gold wert, und so findest du Handwerker, die wirklich zuverlässig sind. Alternativ schau dir mal die lokalen Handwerkskammern an, da sind meist nur geprüfte Betriebe gelistet. Dienstleister-Portal