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Top oder Flop? Erfahrungen von Hausbesitzern

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[Gelöst] 45.000€ für Wärmepumpe im 140qm Altbau – sehe ich das Geld je wieder?

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Marcus Kellner
Beiträge: 3
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(@marcus89)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#24]

Hallo zusammen,

ich bin gerade echt am Zweifeln und hoffe auf ehrliche Meinungen hier. Wir haben Anfang Mai unsere alte Ölheizung (Baujahr 2001) rausgeschmissen und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einbauen lassen. Haus ist von 1978, 140qm Wohnfläche, Dämmung ist so mittelprächtig – Kellerdecke und Dach haben wir schon gemacht, Fassade noch nicht.

Gesamtkosten: knapp 45.000€. Da ist alles drin – WP selbst, Pufferspeicher, neue Heizkörper in zwei Zimmern (der Rest läuft noch auf alten), Elektroinstallation und Erdarbeiten für die Außeneinheit. Förderung haben wir bekommen, ungefähr 14.000€ vom BAFA, also Eigenanteil ca. 31.000€.

Was mich umtreibt: Der Installateur hat uns eine JAZ von ca. 3,5 versprochen. Meine Frau hat ausgerechnet, dass wir bei den aktuellen Strompreisen ca. 1.200-1.400€ im Jahr sparen gegenüber dem alten Ölverbrauch. Das würde bedeuten, wir amortisieren den Eigenanteil erst nach über 20 Jahren?? Ich dachte das wäre irgendwie schneller.

Der Sommer hilft natürlich gerade – der läuft kaum und wir merken die Kosten fast nicht. Aber ich frage mich, wie das im Winter wirklich aussieht.

Hat jemand ähnliche Ausgangslage und kann sagen, was in der Praxis rauskommt? Bin ich da zu pessimistisch oder zu optimistisch?


4 Antworten
WerkzeugWilli
Beiträge: 7
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(@werkzeugwilli)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Moin Marcus,

ohne deine genauen Verbrauchszahlen vom Öl zu kennen ist das schwer zu beurteilen, aber ich sag mal so: 20 Jahre Amortisation klingt viel, stimmt aber bei vielen Altbauten leider ungefähr. Das ist die unbequeme Wahrheit.

Was du aber nicht vergessen solltest: Deine alte Ölheizung wäre in den nächsten Jahren eh fällig geworden. Ein neues Öl-Gerät hättest du auch mit 12.000-15.000€ berappen müssen, plus Ölpreisrisiko. Das rechnet man oft nicht mit ein.

Die JAZ 3,5 im Altbau ist realistisch, aber nur wenn die Vorlauftemperaturen passen. Hab ich selbst mal nachgebohrt bei nem ähnlichen Projekt – wenn du mit 60°C Vorlauf heizt wegen alter Heizkörper, sackt die JAZ schnell auf 2,5 runter und dann wird die Rechnung deutlich schlechter. Ich würd mal prüfen lassen mit welchen Temperaturen das System tatsächlich fährt, da kann man oft noch was optimieren. Das kostet nix außer Zeit.


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Werner Krüger
Beiträge: 2
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(@werner-krueger)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich muss WerkzeugWilli da zustimmen, was die Vergleichsrechnung angeht. Man darf nicht nur den Eigenanteil nach Förderung nehmen und gegen die Ersparnis rechnen – man muss den Vergleich zur Alternativinvestition (neue Ölheizung) ziehen. Dann sieht es schon etwas anders aus.

Aber ich will auch ehrlich sein: Bei nicht vollständig gedämmtem Altbau und noch alten Heizkörpern in mehreren Räumen ist 3,5 JAZ ambitioniert. Das ist meine persönliche Einschätzung nach dem, was ich so mitbekomme. Ob der Installateur das wirklich durchgerechnet hat oder ob das eine Wunschzahl war, würde ich hinterfragen.

Für das kommende Heizjahr würde ich konsequent Protokoll führen: Stromverbrauch der WP separat messen (eigener Zähler oder Subzähler, den viele Netzbetreiber für WP-Tarife ohnehin verlangen), und das gegen euren früheren Ölverbrauch rechnen. Erst dann haben Sie eine wirklich belastbare Basis für die Rechnung. Pauschale Versprechen vom Installateur sind das eine, der reale Betrieb das andere.


Antwort
Sandra Kaufmann
Beiträge: 2
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(@sandra89)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ehrlich gesagt: nein, du siehst das Geld nicht 1:1 wieder. Aber das war bei meiner Dachsanierung auch nicht anders – irgendwann muss man investieren, ob man will oder nicht. Die Frage ist eher wann und in was.

Bei 31k Eigenanteil und 1.200€ Ersparnis p.a. sind das halt 25 Jahre rein rechnerisch. Aber Ölpreise steigen langfristig, Strompreise hoffentlich nicht (mit PV sogar besser), und der Wert der Immobilie steigt mit moderner Heizung. Das ist keine Sparkasse, das ist Substanzerhalt.


Antwort
Petra W.
Beiträge: 7
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(@petrawagner)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hach, diese Frage kenn ich gut. Ich hab mich nach meiner Badsanierung auch gefragt ob sich das je rechnet – am Ende ist es halt immer eine Mischkalkulation aus Komfort, Wertsteigerung und reiner Kostenrechnung.

Was ich bei uns gemerkt hab: Die Amortisationsrechnung ändert sich komplett, sobald Strompreise oder Ölpreise sich stark bewegen. Wir hatten 2022 ja gesehen wie schnell der Ölpreis explodieren kann. Wenn das nochmal passiert und du günstig Nachtstrom für die WP hast, kann sich das deutlich schneller rechnen als heute kalkuliert.

Ein Punkt den ich gerne anspreche nach meinen eigenen Erfahrungen mit Handwerkern: Lass dir die versprochene JAZ und die Auslegungsparameter schriftlich geben, falls noch nicht geschehen. Nicht weil ich misstrauisch bin, aber wenn später Probleme kommen hast du wenigstens eine Grundlage. Gerade bei solchen Summen.

Und der Sommer ist sowieso die falsche Jahreszeit um das zu beurteilen – frag nochmal im Februar hier nach, dann weißt du mehr! 😄


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