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Top oder Flop? Erfahrungen von Hausbesitzern

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FBH nachgerüstet, Laminat dehnt sich extrem aus – Verleger oder Material?

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Thomas Brenner
Beiträge: 4
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(@t-brenner20)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#50]

Hallo zusammen,

wir haben letzten Herbst eine Fußbodenheizung nachrüsten lassen (Nässestrich, neu aufgebaut) und anschließend Laminat verlegt bekommen – alles von einem Betrieb. Klasse 32, angeblich FBH-geeignet, der Verleger hat das auch so bestätigt.

Jetzt im Sommer fängt das Drama an: Mehrere Türen klemmen so stark, dass man sie kaum aufbekommt. Im Wohnzimmer sehe ich sogar, dass sich der Boden in Richtung Wand drückt – der Übergangsstreifen zum Flur hat sich komplett rausgedrückt. Die Fußbodenheizung läuft im Sommer natürlich nicht, also liegt das wohl an der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit, oder?

Mein Problem: Der Verleger sagt, das Laminat sei minderwertiger Ausschuss und der Hersteller sei schuld. Der Hersteller (hab nur über den Verleger Kontakt) sagt, es müsse falsch verlegt worden sein, zu wenig Dehnungsfuge oder falsche Unterlage. Ich steh da zwischen zwei Stühlen.

Kann jemand einschätzen, woran das typischerweise liegt? Zu wenig Randfuge? Falsches Produkt für FBH? Oder ist das bei der Hitze diesen Sommer irgendwie normal? Wir haben gerade ca. 32 Grad dauerhaft in der Region und die Wohnung heizt sich mittags ordentlich auf.

Was würdet ihr als nächsten Schritt empfehlen – direkt zum Anwalt oder erst Sachverständigen?

Danke schon mal


2 Antworten
Marcus Kellner
Beiträge: 3
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(@marcus89)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Sachverständiger ist auf jeden Fall der richtige Weg, da stimm ich StefanBaumann zu. Aber ich würd noch ergänzen: schau mal nach, ob auf der Laminatverpackung (oder dem Datenblatt) wirklich "geeignet für Fußbodenheizung" steht UND welche maximale Oberflächentemperatur angegeben ist. Das wird gerne verwechselt – "FBH-geeignet" heißt nicht automatisch für jede Verlegeart und jeden Aufbau geeignet.

Bei nachgerüsteter FBH ist außerdem die Frage, ob der Estrich lang genug ausgeheizt wurde bevor verlegt wurde. Wenn das nicht protokolliert ist, wird's schwer das nachzuweisen – aber ein Sachverständiger weiß worauf er schauen muss.

Und ja, 32 Grad dauerhaft über mehrere Wochen ist tatsächlich außergewöhnlich, aber das ist keine Entschuldigung für den Verleger. Laminat muss das aushalten.


Antwort
Stefan B.
Beiträge: 11
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(@stefanbaumann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das kenne ich aus eigener Erfahrung leider gut – FBH und Laminat ist eine Kombination, die sehr präzise ausgeführt werden muss, sonst gibt es genau solche Probleme.

Die Hauptverdächtigen bei deiner Beschreibung: zu geringe Randfuge (Norm sagt mindestens 10-15mm, in der Praxis eher mehr bei langen Strecken), falsche oder zu dicke Trittschalldämmung, und manchmal tatsächlich ein Laminat, das für FBH nicht wirklich zugelassen ist – auch wenn der Verleger das anders darstellt.

Dass die Heizung im Sommer nicht läuft ändert nichts daran – das thermische Quellen im Sommer durch Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist bei Laminat genauso ein Thema. Gerade so ein Hitzesommer macht das besonders deutlich.

Mein dringender Rat: Lass dir die Rechnung und alle Produktdaten schriftlich geben. Dann würde ich vor einem Anwalt erst einen unabhängigen Sachverständigen einschalten. Der kann in der Regel innerhalb von ein paar Wochen ein Kurzgutachten erstellen und du weißt, wen du tatsächlich in Anspruch nehmen kannst. Mit dem Gutachten im Rücken hat der Verleger oder Hersteller deutlich weniger Spielraum zum Abschieben.

Mit FBH-Sanierungen hatte ich auch schon zu tun – im Thread zum FBH-Verteiler ging es damals um ähnliche Zuständigkeitsfragen bei der Ausführung. Das Muster ist leider immer dasselbe: zwei Gewerke, keiner will schuld sein.


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