Hallo zusammen,
wir spielen seit längerem mit dem Gedanken, auf unser Haus eine Photovoltaikanlage zu montieren. Nachdem wir diesen Sommer die Stromrechnung schon wieder mit Schrecken geöffnet haben und die Klimaanlage im Arbeitszimmer inzwischen dauerhaft läuft, ist das Thema jetzt konkreter geworden.
Das Problem: Unser Dach hat eine Neigung von gerade mal 15 Grad. Ich habe online viel gelesen und die Aussagen gehen ziemlich auseinander. Manche sagen, unter 20 Grad lohnt sich das kaum noch, andere sagen, es kommt auf die Ausrichtung an und selbst 10 Grad seien noch okay.
Unser Dach ist Richtung Süden ausgerichtet, das ist schonmal gut soweit ich das verstehe. Fläche wären theoretisch ca. 60 Quadratmeter nutzbar. Baujahr Haus 1994, Dach wurde 2017 neu gedeckt, also die Substanz sollte passen.
Was mich zusätzlich beschäftigt: Bei flachen Dächern soll sich angeblich mehr Schmutz und Moos auf den Modulen ablagern, weil der Regen das nicht so gut abspült. Stimmt das? Und was ist mit der Statik – hat da jemand Erfahrung, ob bei einem normalen Ziegeldach aus den 90ern die Tragkonstruktion reicht oder ob man das vorher prüfen lassen muss?
Wir wollen das nicht überstürzen, aber so ein Sommer wie dieser macht einem schon deutlich, dass Eigenstromversorgung keine schlechte Idee wäre. Wäre super wenn jemand mit ähnlicher Dachkonstellation seine Erfahrungen teilen könnte.
Danke schonmal!
Peter
Zum Thema Statik kann ich noch was ergänzen: Moderne PV-Module wiegen je nach Typ ca. 10-15 kg pro Stück, bei einer Vollbelegung also schon ein paar hundert Kilo zusätzlich aufs Dach. Bei einem Dach von 1994 würd ich das tatsächlich nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Ich hab bei mir damals vor dem Einbau einen Statiker kommen lassen – der hat den Dachstuhl kurz angeschaut und ein einseitiges Protokoll gemacht. Hat mich 150 Euro gekostet und der Installateur wollte das sowieso sehen. Ohne das Dokument hätte der die Anlage nicht montiert.
Das 2017 neu gedeckte Dach ist natürlich ein Vorteil, weil du dann in absehbarer Zeit keine Dachsanierung hast die die Module wieder runter müsste. Das vergessen viele bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung.