Hallo zusammen,
als Energieberater sehe ich bei meinen Kunden immer wieder die Frage: Was kann man selbst machen, was sollte man lieber den Profis überlassen? Die Handwerkerpreise sind ja bekanntermaßen ordentlich gestiegen, andererseits wird vieles auch komplizierter durch neue Normen und Vorschriften.
Bei der Beratung sage ich meist: Malern, Tapezieren, einfache Trockenbauarbeiten - das geht oft in Eigenleistung. Aber bei allem was mit Elektrik, Gas oder tragenden Elementen zu tun hat, sollte man die Finger davon lassen. Auch bei geförderten Maßnahmen ist oft ein Fachbetrieb Pflicht.
Trotzdem bin ich manchmal unsicher, wo genau die Grenze liegt. Gerade wenn Kunden fragen: "Kann ich die Dämmung selbst einbauen?" oder "Lohnt sich ein Handwerker für den Terrassenbelag?"
Wie seht ihr das? Wo ist für euch die Grenze zwischen sinnvoller Eigenleistung und "lieber Profi ran lassen"? Habt ihr schon mal bereut, etwas selbst gemacht zu haben - oder umgekehrt zu viel Geld für simple Arbeiten ausgegeben?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Moin Christoph,
aus meiner Sicht ist die wichtigste Frage: Hab ich die Zeit und das Werkzeug? Beim Dachausbau mach ich fast alles selbst - Trockenbau, Dämmung, sogar die Elektrik (mit Abnahme natürlich). Spart locker 15.000€ bei meinem Projekt.
Aber: Heizung, Sanitär mit Anschlüssen, tragende Wände - da lass ich die Profis ran. Kostet zwar mehr, aber wenn was schief geht, zahlt die Versicherung. Bei Eigenleistung stehst du im Regen.
Meine Faustregel: Alles was ich in 2-3 Versuchen hinkriege und wo ein Fehler nicht teuer wird, mach ich selbst. Den Rest delegiere ich.
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Bei einem Altbau wie meinem ist Eigenleistung oft die einzige Möglichkeit, halbwegs im Budget zu bleiben. Die meisten Handwerker schauen sich meine krummen Wände an und wollen gleich alles neu machen.
Ich renoviere seit Jahren Zimmer für Zimmer selbst - Tapeten ab, spachteln, streichen. Dauert länger, aber ich kann leben damit. Nur bei den alten Kastenfenstern hab ich einen Tischler geholt, weil die Beschläge so speziell sind.
Wichtig ist meiner Meinung nach: Realistische Zeitplanung und nicht zu viele Baustellen gleichzeitig. Sonst wird's chaotisch.
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Kann ich so nicht unterschreiben. Eigenleistung wird oft überschätzt. Klar, Malerarbeiten kann jeder - aber richtig gut? Saubere Kanten, gleichmäßiger Auftrag, haltbare Grundierung?
Ich seh zu oft gepfuschte DIY-Arbeiten, die später teurer werden als gleich den Profi zu nehmen. Mein Tipp: Lieber weniger Projekte, aber die richtig machen lassen.