Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich für unser Haus eine Elementarschaden-Versicherung abschließen soll. Die Wohngebäudeversicherung haben wir natürlich, aber der Aufpreis für Elementarschäden (Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch etc.) ist schon happig - etwa 40% mehr im Jahr.
Wir wohnen in einem Neubaugebiet am Stadtrand, kein direkter Fluss in der Nähe, aber die letzten Jahre haben ja gezeigt, dass auch vermeintlich sichere Gegenden betroffen sein können. Als Dachdecker sehe ich regelmäßig die Schäden, die Starkregen anrichten kann - nicht nur am Dach, sondern auch durch Rückstau aus der Kanalisation.
Andererseits sind das eben auch nicht gerade wenig Geld pro Jahr für etwas, was hoffentlich nie eintritt. Meine Frau ist eher vorsichtig und würde den Schutz nehmen, ich bin noch unentschlossen.
Wie seht ihr das? Habt ihr Elementarschäden mit drin oder verzichtet darauf? Gab es schon mal Situationen, wo ihr froh wart über den Schutz oder ihn vermisst habt?
Danke für eure Erfahrungen!
Florian
Moin Florian,
ich hab in meinem Smart Home diverse Wassersensoren und Überwachung installiert - trotzdem würde ich niemals auf Elementarschäden verzichten! Die Technik kann warnen und minimieren, aber gegen Naturgewalten ist auch sie machtlos.
Bei mir kam der Rückstau-Schaden vor drei Jahren komplett überraschend - nachts um 2 Uhr stand plötzlich das Wasser 30cm hoch im Keller. Alle meine Server, die Haussteuerung, einfach alles hinüber. Ohne Elementarschutz wären das locker 15.000€ Schaden gewesen, nur für die Technik.
Die Versicherung hat alles anstandslos bezahlt. Der Aufpreis von ein paar hundert Euro im Jahr ist ein Witz gegen solche Summen. Mach es!
Hi Florian,
als jemand, die sich viele Gedanken um Risiken macht, kann ich deine Unsicherheit gut verstehen. Wir haben uns letztes Jahr auch lange den Kopf darüber zerbrochen.
Am Ende haben wir uns dafür entschieden, weil die Klimaveränderungen einfach unberechenbar geworden sind. Auch in unserem vermeintlich sicheren Wohngebiet gab es vor zwei Jahren Kellerüberflutungen durch Starkregen - hätte nie jemand für möglich gehalten.
Der Gedanke, dass ein einziger Schaden den Aufpreis von vielen Jahren rechtfertigen würde, hat letztendlich den Ausschlag gegeben. Gerade bei einem Neubau, wo noch alles intakt ist, wäre es besonders bitter.
Für uns war es die richtige Entscheidung - auch wenn wir sie hoffentlich nie brauchen werden.
Servus,
aus meiner Erfahrung mit drei Altbausanierungen kann ich nur sagen: JA, unbedingt!
Gerade bei meinem zweiten Projekt hatte ich noch keine Elementarversicherung - großer Fehler. Starkregen hat damals den frisch sanierten Keller geflutet, bevor die Drainage richtig funktionierte. 8.000€ Schaden, alles aus eigener Tasche.
Seit dem habe ich bei jedem Objekt von Anfang an den vollen Schutz. Ja, kostet mehr, aber wenn's mal knallt, dann richtig. Und wie du als Dachdecker weißt - das Wetter wird nicht berechenbarer.
Bei Neubauten ist das Risiko vielleicht geringer als bei meinen alten Häusern, aber kalkulierbarer ist es trotzdem nicht.