Hi zusammen,
ich bin echt verzweifelt und hoffe ihr könnt mir helfen. Vor 6 Wochen wurde bei uns eingebrochen und jetzt macht die Hausratversicherung richtig Stress.
Kurz zur Situation: Wir waren übers Wochenende weg (mein erstes längeres Wegfahren seit dem Hauskauf im Februar) und als wir zurückkamen, war die Terrassentür aufgebrochen und ziemlich viel weg - Laptop, Schmuck, sogar die neue Kaffeemaschine. Schaden liegt bei etwa 4500€.
Jetzt behauptet die Versicherung, ich hätte die Terrassentür nicht richtig abgeschlossen. Der Gutachter meinte, es gäbe "keine Aufbruchspuren am Schloss" und deshalb wäre die Tür wohl nur zugezogen gewesen. Das ist kompletter Quatsch! Ich schließe IMMER ab, gerade weil ich als Frau alleine im Haus bin und mega vorsichtig bin.
Die wollen jetzt gar nichts zahlen wegen "grober Fahrlässigkeit". Kann ich da irgendwie dagegen vorgehen? Anwalt ist teuer und ich hab als frischgebackene Hausbesitzerin eh schon so viele Kosten... Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Danke schonmal für eure Hilfe!
Moin,
das ist wirklich ärgerlich! Bei älteren Häusern, mit denen ich beruflich viel zu tun habe, sehe ich sowas leider öfter. Die Versicherungen versuchen gerne sich rauszureden, besonders wenn es um Terrassentüren geht.
Aus meiner Erfahrung mit historischen Gebäuden: Einbrecher sind mittlerweile ziemlich raffiniert und können Schlösser knacken ohne große Spuren zu hinterlassen. Gerade bei neueren Türen ist das oft möglich. Hab das schon bei Kundenhäusern erlebt.
Lass dir auf jeden Fall einen zweiten Gutachter kommen - am besten einen unabhängigen. Die Kosten trägt oft die Versicherung, wenn der andere Gutachter zu einem anderen Ergebnis kommt. Und dokumentiere alles schriftlich! Photos von der Tür aus allen Winkeln wären auch gut gewesen, falls noch nicht geschehen.
Zum Anwalt: Viele Rechtsschutzversicherungen decken sowas ab. Ansonsten gibt es Anwälte, die erst mal nur ne Erstberatung machen für relativ wenig Geld. Bei 4500€ könnte sich das lohnen.
Kopf hoch, lass dich nicht abwimmeln!
Thomas