Hallo zusammen,
ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch und hoffe, dass jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Situation: Ich habe vor 5 Jahren einen Sanierungskredit über 38.000€ aufgenommen (damals 3,2% effektiv, 10 Jahre Laufzeit). Der läuft also noch 5 Jahre. Tilgung läuft brav, keine Probleme. Jetzt sehe ich aber, dass die neuen BAFA-Bundesförderung Effiziente Gebäude Programme für 2026 deutlich attraktiver klingen als das, was ich damals bekommen hab - teils mit Zinssätzen die ich gar nicht auf dem Schirm hatte und zusätzlichen Tilgungszuschüssen wenn man bestimmte Effizienzklassen erreicht.
Meine Frage: Macht es überhaupt Sinn, einen laufenden Kredit umzuschulden um an bessere Förderkonditionen zu kommen? Ich hab mal gehört, dass Vorfälligkeitsentschädigungen das oft killen. Bei mir wären das noch ca. 19.000€ Restschuld. Andererseits - wenn es bei der Sanierung noch weitere Maßnahmen gibt (ich überlege gerade wegen der Hitze diesen Sommer ernsthaft über Außenbeschattung und eine Art Lüftungsanlage nachzudenken), könnte man vielleicht einen neuen, größeren Förderkredit beantragen und den alten damit ablösen?
Bin ich da auf dem Holzweg oder denkt da jemand mit? Danke schon mal!
Hallo Markus89,
die Frage kenn ich, ich hab mich das letztes Jahr auch gefragt als ich gerade meinen Bodenbelag neu geplant hab (Klick-Vinyl im Wohnzimmer - wie am besten vorgehen?) und dabei nebenbei gemerkt wie viele Förderoptionen ich gar nicht kannte.
Zur Vorfälligkeitsentschädigung: Die Bank darf bei Restlaufzeiten über 12 Monate in der Regel eine VFE verlangen, und die kann bei 19.000€ Restschuld und noch 5 Jahren durchaus im vierstelligen Bereich liegen - ich würde das als erstes konkret ausrechnen lassen, bevor du weiterdenkst. Einfach die Bank anschreiben und nach dem genauen VFE-Betrag fragen, das ist kostenlos und unverbindlich.
Zum zweiten Teil deiner Frage: Wenn du sowieso neue Maßnahmen planst (Außenbeschattung zählt übrigens nicht immer als förderfähige Effizienzmaßnahme, das solltest du prüfen), könnte ein komplett neuer Förderkredit für das Gesamtpaket tatsächlich sinnvoller sein als Umschuldung allein. Aber das hängt von der Förderfähigkeit der einzelnen Maßnahmen ab. Ohne einen Energieberater wird das schwierig einzuschätzen.
Also ich würd da vorsichtig sein. Die VFE frisst bei so einer Restschuld gerne mal 1.500-2.500€, je nach Zinsumfeld und Vertrag. Das musst du erstmal reinholen.
Ich hab das bei meiner Fußbodenheizungssache auch gemerkt wie schnell man denkt "neues Programm, alles besser" und dann sitzt man mit mehr Kosten da als vorher. Immer erstmal durchrechnen lassen, am besten von jemandem der nix verkaufen will.