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PV-Anlage 15.000€: Förderung einstreichen oder steuerlich abschreiben?

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Marion Hecht
Beiträge: 11
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(@marionhecht)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#24]

Hallo zusammen,

wir überlegen gerade ernsthaft, diesen Sommer eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen. Die Angebote liegen so um die 15.000€ für eine 10 kWp Anlage inkl. kleinem Speicher. Bevor ich jetzt einfach losbooste und einen Installateur beauftrage, möchte ich die Finanzierungsseite wirklich verstehen.

Konkret stellt sich uns die Frage: Macht es mehr Sinn, die vorhandenen Förderprogramme (KfW, ggf. Länderprogramme Bayern) zu nutzen, oder fahren wir besser mit der steuerlichen Abschreibung? Ich hab gelesen, dass PV-Anlagen seit ein paar Jahren unter bestimmten Voraussetzungen komplett oder beschleunigt abgeschrieben werden können – aber ich blicke da ehrlich gesagt nicht ganz durch, was das bei 15.000€ konkret bedeutet.

Wir sind beide berufstätig, haben also ein ganz normales zu versteuerndes Einkommen, keine Selbstständigkeit oder sowas. Ist die Abschreibung dann überhaupt ein Thema für uns?

Zusätzlich: Lohnt es sich, beides zu kombinieren, oder schließt das eine das andere aus?

Wir wollen die Anlage noch vor dem Herbst in Betrieb haben, damit wir wenigstens den Rest der Sonnenmonate mitnehmen. Im Urlaub im Juli sind wir eh weg, also wäre August/September ideal für die Installation.

Wer hat sowas schon durchgerechnet oder gemacht? Bin für jeden Hinweis dankbar!

Viele Grüße
Marion


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3 Antworten
Jens K.
Beiträge: 8
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(@jenskrause)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Marion,

interessantes Thema, mit dem ich mich im Zuge meiner eigenen Sanierungsüberlegungen auch beschäftigt hab – da hab ich hier im Thread zur energetischen Sanierung schon einiges dazu gelesen.

Kurz zur Klarstellung: Die steuerliche Abschreibung (AfA) greift normalerweise nur, wenn du die PV-Anlage als Betriebsvermögen führst, also wenn du Strom ins Netz einspeist und das als gewerbliche Tätigkeit oder Liebhaberei steuerrechtlich eingestuft wird. Seit 2023 ist die Einkommensteuer auf Einnahmen aus kleinen PV-Anlagen bis 30 kWp zwar weggefallen, aber das heißt gleichzeitig: Wenn du keine steuerpflichtigen Einnahmen mehr hast, kannst du auch keine Ausgaben mehr abschreiben. Das ist die Kehrseite der Medaille.

Für euch als Angestellte ohne Gewinnerzielungsabsicht läuft es also wahrscheinlich auf die Förderseite hinaus. KfW 270 wäre der klassische Weg – zinsgünstiger Kredit, kein verlorener Zuschuss zwar, aber die Zinsen sind im Moment noch ganz okay. Manche Bundesländer haben zusätzlich eigene Zuschüsse, Bayern hatte da zuletzt was, aber das solltest du direkt bei der Verbraucherzentrale checken – die beraten kostenlos.

Kombinieren von KfW-Kredit und Landesförderung ist in vielen Fällen möglich, aber nicht immer. Unbedingt vorher klären, bevor du beides beantragst.

Viel Erfolg!
Jens


Antwort
Laura H.
Beiträge: 8
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(@laurahartmann)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich sehe das ehrlich gesagt etwas kritischer als die beiden Vorposter. Bei 15.000€ Investition und Steuerbefreiung auf die Einspeisevergütung bleibt die Abschreibungsfrage für Angestellte tatsächlich fast akademisch. Aber ich würde trotzdem einen Steuerberater fragen – nicht wegen der Abschreibung selbst, sondern weil es Ausnahmekonstellationen gibt (z.B. wenn ihr einen Teil des Stroms für ein Homeoffice nutzt), die doch noch steuerlich relevant werden können. Das kostet einmalig vielleicht 100-150€ und gibt euch Sicherheit.

Zur Rendite generell: Bei 15.000€ und aktuellen Einspeisevergütungen (die sind ja nicht mehr berauschend) dauert die Amortisation oft 12-15 Jahre, je nach Eigenverbrauchsquote. Mit Speicher erhöht ihr den Eigenverbrauch deutlich, aber der Speicher kostet auch. Rechnet das wirklich durch bevor ihr unterschreibt – nicht nur grob, sondern mit echten Verbrauchsdaten eurer letzten Stromrechnung.


Antwort
Klara Jung
Beiträge: 12
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(@klarajung)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Jens hat das mit der Steuerbefreiung gut erklärt. Ich ergänze noch: Gerade weil im Sommer viele Handwerker ausgebucht sind (kenn ich von meiner eigenen Planung, hab das hier mal beschrieben), würde ich mit dem August/September-Ziel nicht zu locker kalkulieren. Förderantrag VOR Beauftragung stellen – das ist Pflicht, sonst gibt's keinen Cent. Das klingt selbstverständlich, wird aber erstaunlich oft vergessen.

Und noch ein praktischer Hinweis: Die 15.000€ – ist das schon inkl. Montage und Anmeldung beim Netzbetreiber? Die Anmeldung kostet nix, aber der Zeitaufwand des Installateurs wird manchmal extra berechnet. Lass dir ein Komplettangebot geben, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.


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