Hallo zusammen,
stehe vor einer kniffligen Entscheidung und hoffe auf euren Rat. Plane für August eine größere Dachsanierung (Dämmung + neue Ziegel), nachdem wir den Urlaub hinter uns haben. Kosten ca. 45.000€.
Meine Hausbank bietet mir 2,8% Zinsen auf 10 Jahre fest. Der KfW-Kredit für energetische Sanierung liegt bei 3,5%. Auf den ersten Blick scheint die Sache klar - Hausbank nehmen und gut.
Aber mein Schwager meint, ich soll trotzdem die KfW wählen wegen irgendwelcher Vorteile die ich nicht sehe. Tilgungsfreie Zeit oder so? Bei 0,7% Unterschied sind das immerhin über 3.000€ mehr Zinsen über die Laufzeit.
Was übersehe ich? Gibt es versteckte Vorteile beim KfW-Kredit die den höheren Zins rechtfertigen? Oder ist mein Schwager einfach schlecht informiert?
Danke für eure Einschätzung!
Kann RenateGross nur zustimmen bezüglich der Zuschüsse. Hab selbst letztes Jahr Dach gemacht und 8.000€ BAFA-Förderung kassiert.
Aber pass auf: KfW verlangt oft einen Energieberater und bestimmte U-Werte. Das kostet extra und dauert länger. Wenn dein Handwerker im August anfangen soll, könnte das knapp werden mit den KfW-Anträgen.
Regionalbank ist unkomplizierter - Geld da, Arbeit kann starten. Bei dem Zinsunterschied würd ich ehrlich gesagt auch die Hausbank nehmen, außer die Förderung ist richtig hoch.
Hallo altbaudach42,
die KfW-Kredite haben durchaus Vorteile, auch wenn der Zins erstmal schlechter aussieht. Du bekommst meist 1-2 tilgungsfreie Anlaufjahre, das kann bei der Liquidität helfen. Außerdem sind die Sondertilgungsmöglichkeiten oft großzügiger als bei normalen Bankkrediten.
Wichtiger Punkt: Prüf mal ob du zusätzlich BAFA-Zuschüsse bekommst! Bei Dachsanierung mit guter Dämmung sind oft 15-20% Förderung drin. Das würde den höheren Zins mehr als ausgleichen.
Und noch ein Tipp - lass dir von beiden Banken die Gesamtkosten durchrechnen, inklusive aller Gebühren. Manchmal sind die Nebenkosten bei Regionalbänken höher als gedacht.