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Dachsanierung + Dämmung kombinieren: Wie Förderung und Kredit optimal strukturieren?

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Claudia O.
Beiträge: 8
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(@claudiaotto)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#29]

Hallo zusammen,

ich versuche gerade, meine anstehende Dachsanierung so zu strukturieren, dass ich finanziell das Maximum raushole – und ehrlich gesagt behandle ich das wie ein Projekt mit mehreren Variablen, die optimiert werden wollen.

Zum Hintergrund: Mein Haus Baujahr 1978, das Dach muss komplett neu gedeckt werden, gleichzeitig ist eine Aufsparrendämmung sinnvoll. Gesamtkosten laut zwei Angeboten: zwischen 38.000 und 44.000 Euro. Eigenkapital wäre vorhanden für ca. 15.000 Euro, den Rest würde ich finanzieren.

Mein Problem ist die Struktur: Ich habe Anspruch auf mehrere Förderungen gleichzeitig (jedenfalls scheinbar) – einmal über die KfW für die Dämmmaßnahme, dazu eventuell noch ein Landesförderprogramm. Aber ich verstehe die Reihenfolge nicht: Was muss ich wann beantragen? Kann ich die Förderung mit einem normalen Kredit kombinieren, oder schließt das eine das andere aus?

Was mir auch unklar ist: Rechnet sich die Förderung wirklich, wenn man den Zeitaufwand für Energieberater, Antragsstellung etc. einkalkuliert? Oder ist das am Ende nur marginaler Vorteil gegenüber einem schnellen Ratenkredit?

Hat jemand das schon strukturiert durchgezogen und kann mir sagen, wie der optimale Ablauf aussieht? Wäre sehr dankbar für konkrete Erfahrungen, nicht nur theoretische Aussagen.

Viele Grüße
Claudia


5 Antworten
Jens K.
Beiträge: 8
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(@jenskrause)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Zur Finanzierungsstruktur kann ich fachlich wenig sagen, das ist nicht mein Bereich. Aber ich sehe bei Projekten oft, dass Leute die Förderung beantragen und dann unter Zeitdruck geraten weil die Bewilligung länger dauert als gedacht. Dann fangen manche trotzdem an – und verlieren die Förderung. Also lieber mehr Puffer einplanen als den Handwerker zu früh beauftragen.


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TerasseTraute
Beiträge: 16
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(@terassetraute)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich bin eigentlich eher die Terrassenperson hier 😄 aber zum Thema Förderung und Reihenfolge kann ich trotzdem was sagen, weil ich das bei meinem Terrassenprojekt am Rande mitbekommen hab als mein Nachbar gleichzeitig sein Dach gemacht hat.

Der hat beides kombiniert – KfW-Kredit für die Dämmung und ein zinsgünstiges Landesprogramm für den Rest. Hat geklappt, aber er hat wirklich mehrere Monate früher angefangen mit den Anträgen als der erste Spatenstich war. Ich glaub ohne diesen Vorlauf wäre das nicht möglich gewesen.

Was er mir erzählt hat: Manche Landesbanken haben Berater speziell für solche Kombinationen, die kennen die Programme besser als die normalen Filialberater. Das könnte für dich ein guter erster Anruf sein.


Antwort
Hans-Peter A.
Beiträge: 6
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(@hanspeter)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Bei meinem Altbau hab ich vor ein paar Jahren auch über Förderung nachgedacht, bin dann aber beim klassischen Bankkredit geblieben weil mir das alles zu kompliziert wurde. Muss ich im Nachhinein sagen: war wohl kein kluger Schachzug bei den Summen.

Was ich damals nicht gewusst hab – und was du unbedingt prüfen solltest: Manche Bundesländer haben eigene Zuschüsse für Dachsanierungen an Bestandsgebäuden, die gar nicht so bekannt sind. In Bayern gibt's da zum Beispiel über die BayernLabo immer wieder was. Ob das bei dir zutrifft, weiß ich nicht, aber nachfragen kostet nix.

Ich würd dir auch empfehlen, das nicht alleine durchzuwurschteln. Ein unabhängiger Finanzberater der sich mit Sanierungsfinanzierung auskennt – nicht der Bankberater der dir sein Produkt verkaufen will – kann da wirklich helfen. Kostet ein bisschen, spart aber möglicherweise viel mehr.


Antwort
Stefan Weber
Beiträge: 4
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(@s-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Claudia,

genau diese Frage hab ich mir auch gestellt, als ich mein Bad und die Malerarbeiten finanzieren wollte – bei deinen Summen ist das natürlich noch mal eine andere Kategorie.

Aus meiner Erfahrung: KfW-Kredit und Landesförderung lassen sich grundsätzlich kombinieren, aber nur dann, wenn die Maßnahmen klar getrennt sind oder die Programme das explizit erlauben. Bei Dämmung plus Dachdeckung gibt es da manchmal eine Grauzone, weil die KfW die Dämmung fördert, aber das reine Neudecken eben nicht.

Zur Reihenfolge: Der KfW-Antrag muss VOR Auftragserteilung gestellt sein, das ist absolut entscheidend. Wer das verpasst, hat das Geld schon verloren bevor der Handwerker angefangen hat. Ich hab das damals fast falsch gemacht, weil ich dachte der Antrag läuft parallel.

Ob sich der Aufwand lohnt: Bei 44.000 Euro Maßnahme würde ich sagen ja, definitiv. Allein der Tilgungszuschuss bei KfW kann mehrere tausend Euro ausmachen. Ein Ratenkredit klingt einfacher, ist aber am Ende teurer.


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