Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einer Frage, die mich als Buchhalterin eigentlich nerven sollte – aber ich komme nicht auf einen grünen Zweig.
Wir sind dabei, ein Haus zu kaufen und die Grunderwerbsteuer ist in unserem Bundesland (Bayern) natürlich nicht ohne. Das Problem: Unsere Eigenkapitalquote ist knapper als gedacht, weil wir parallel das Dach sanieren wollen. Jetzt frage ich mich: Kann man die Grunderwerbsteuer tatsächlich über die Baufinanzierung mitfinanzieren, oder ist das nur beim Makler und den Notargebühren möglich?
Ich habe gelesen, dass manche Banken das ablehnen, weil es ja keine Sicherheit bringt – im Gegensatz zum Haus selbst. Andererseits ist es doch auch eine Kaufnebenkosten wie alles andere. Gibt es da unterschiedliche Regelungen bei verschiedenen Instituten? Und wie muss ich das bei der Kreditbeantragung kommunizieren?
Freue mich über Erfahrungen von euch!
Simone
Jein – kommt drauf an. Die meisten Banken finanzieren Grunderwerbsteuer mit, aber oft nur bis zu einem bestimmten Anteil der Gesamtfinanzierung. Bei mir an der Küste war das ähnlich wie bei dir: Die Bank hat gesagt, sie nimmt die Nebenkosten mit rein, solange die Quote passt. Allerdings: Im Gegensatz zu Makler und Notar bringt die Grunderwerbsteuer dem Gläubiger ja wirklich null Sicherheit – da sind manche Institute vorsichtiger. Mein Tipp: Mehrere Banken anfragen und dabei die komplette Kaufsumme + Grunderwerbsteuer + geplante Sanierung angeben. Dann siehst du sofort, wer mitspielt. Bei meinen bisherigen Projekten habe ich gelernt: Transparenz bei der Bank zahlt sich aus.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen. Bei mir waren die Preisunterschiede zwischen den Handwerkern teilweise erheblich, obwohl die Systeme ähnlich waren. Lohnt sich auf jeden Fall, nicht beim ersten Angebot zuzugreifen. PV-Angebote