Hallo zusammen, ich bin gerade beim Kauf unseres 1910er Hauses angekommen und sitze jetzt vor einem Problem, das ich ehrlich gesagt unterschätzt habe. Die Grunderwerbsteuer für unser Bundesland beträgt knapp 6 % und schlägt mit etwa 18.000€ zu Buche. Dazu kommen noch die Maklergebühren und Notarkosten – insgesamt landen wir bei fast 30.000€ Nebenkosten.
Meine Bank hat mir nur für den reinen Kaufpreis eine Finanzierung zugesagt. Die Grunderwerbsteuer können sie nicht mit ins Darlehen packen. Jetzt frag ich mich: Wie finanzieren das andere hin? Gibt es spezielle Darlehen dafür? Oder müsste ich einen separaten Kredit aufnehmen und damit meine Kreditwürdigkeit ruinieren?
Ich möchte das Haus liebevoll sanieren, habe mir da auch schon viel überlegt. Aber wenn ich am Anfang schon so tief in den Schulden stecke, wird die Sanierung noch schwieriger. Hat jemand von euch Erfahrung damit gemacht oder einen praktischen Rat?
Kurze Antwort: Ja, macht andere auch. Separate Finanzierung für Nebenkosten ist Standard.
Hast du schon mal mit deinem Notar gesprochen? Der kann dir oft sagen, wie die Abwicklung funktioniert. Manche Notare ermöglichen es, dass die Bank die Grunderwerbsteuer direkt an das Finanzamt zahlt – das läuft dann quasi parallel zur Kreditauszahlung. Wichtig: Das muss VOR der Eintragung ins Grundbuch passieren, sonst geht's nicht.
Bei meinen Häusern habe ich auch gesehen, dass es auf die Verhandlung mit der Bank ankommt. Manche nehmen die Nebenkosten nicht in den Hauptkredit, aber als separaten kleineren Kredit. Der Zinssatz ist dann oft höher, aber wenigstens bleibt die Belastung überschaubar. Denk auch an Versicherungen von Anfang an – spart später Kopfschmerzen.
Ich bin da gerade selbst durch und muss dir sagen: Es ist nervig, aber lösbar. Bei mir hat die Bank am Ende zugegeben, dass sie die Grunderwerbsteuer mitfinanziert haben – nur nicht als separaten Posten, sondern quasi als "unsichtbar" im Gesamtdarlehen verschoben. Frag deine Bank mal, ob das bei dir auch geht. Manche trauen sich das nicht zu sagen, weil's rechtlich tricky ist, aber praktisch machen's viele. Ansonsten: Wirklich mehrere Banken ansprechen. Die sind gar nicht so unterschiedlich, aber die erste Ablehnung ist nicht das letzte Wort.