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Elektroinstallation Garage nachgerüstet – welche Leitungen wirklich nötig?

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Markus K.
Beiträge: 2
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(@fliesentech99)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#26]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, meine alte Garage elektrotechnisch auf Vordermann zu bringen. Bisher gibt es da nur eine einzelne Leitung mit einer Glühbirne und einer alten Schuko-Dose – also quasi Steinzeit. Da ich diesen Sommer sowieso mehr Zeit in der Garage verbringe und das Projekt endlich angehen will, hab ich mich gefragt, was man bei einer vernünftigen Nachrüstung wirklich einplanen sollte.

Konkret: Wie viele Steckdosen braucht man realistisch? Ich dachte an 4-6 Stück, verteilt an den Wänden. Reicht eine 16A-Sicherung oder besser gleich einen eigenen Unterverteiler mit mehreren Stromkreisen einplanen? Ich hab auch ein Ladegerät für Akkugeräte, gelegentlich eine Schleifmaschine und vielleicht irgendwann eine Druckluftpumpe.

Welche Leitungsquerschnitte empfehlt ihr? 2,5mm² überall oder teilweise auch 4mm²? Und lohnt es sich, direkt Leerrohre für spätere Erweiterungen zu legen, auch wenn ich aktuell noch keine Wallbox plane?

Außerdem: Muss ich das zwingend durch einen Elektriker abnehmen lassen, oder kann man da was selbst machen? Ich bin handwerklich nicht ungeschickt, aber bei Strom bin ich vorsichtig.

Freue mich über Erfahrungen aus erster Hand!


5 Antworten
FoerderProfi
Beiträge: 10
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(@foerderprofi)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz zum Förderaspekt, weil das viele vergessen: Wenn du in absehbarer Zeit doch eine Wallbox nachrüsten willst, lohnt es sich, die Leitungsverlegung jetzt so zu dokumentieren, dass du spätere Förderanträge (KfW oder Landesförderung) problemlos stellen kannst. Eine saubere Elektroinstallation mit Zertifikat vom Fachbetrieb ist da oft Voraussetzung. Also lieber jetzt alles sauber machen lassen als später nochmal ran müssen.

Ich hab mich zuletzt auch intensiv mit Sommerprojekten und Planung beschäftigt – im Thread Sommerprojekte planen ohne sich zu übernehmen ging es genau darum, wie man solche Projekte sinnvoll staffelt. Garage-Elektrik ist sowas, das man am besten komplett in einem Zug macht, nicht etappenweise.


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GartenProfi67
Beiträge: 8
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(@gartenprofi67)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab vor zwei Jahren meine Garage ähnlich angegangen, also kann ich ein bisschen was dazu sagen. Einen eigenen Unterverteiler würde ich dir unbedingt empfehlen – nicht weil es Pflicht ist, sondern weil du damit später viel flexibler bist. Ich hatte anfangs auch gedacht, eine Sicherung reicht, und nach einem halben Jahr hab ich bereut, nicht von Anfang an zwei Stromkreise eingeplant zu haben.

Leerrohre auf jeden Fall verlegen, auch wenn du die Wallbox jetzt noch nicht willst. Die kosten fast nichts und du sparst dir später das Aufhacken. 2,5mm² reicht für normale Steckdosen, aber wenn du regelmäßig Kompressor oder Schleifmaschine betreibst, würde ich zumindest einen Kreis mit 4mm² und 20A einplanen.

Zum Thema Selbermachen: Die Verkabelung selbst verlegen geht in vielen Bundesländern als Laie, aber der Anschluss ans Netz und die Abnahme müssen über einen eingetragenen Elektrobetrieb laufen. Ohne das ist dein Versicherungsschutz im Schadensfall futsch – das ist kein Mythos, das ist Realität. Ich hab das bei mir über eine Diskussion zu Handwerkerproblemen auch nochmal vertieft – am Ende zählt immer die ordentliche Abnahme.


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Susanne K.
Beiträge: 6
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(@susanneklein)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

FI-Schutzschalter nicht vergessen! Das wird hier noch gar nicht erwähnt, aber in Feuchträumen und Garagen ist ein RCD (Typ A) Pflicht bzw. dringend empfohlen. Wenn der Elektriker das nicht von sich aus einplant, unbedingt nachfragen.


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Dieter K.
Beiträge: 5
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(@dieterkampmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich muss da mal etwas Wasser in den Wein gießen. 4-6 Steckdosen klingt erst mal viel, aber in der Praxis reicht das oft gerade so. Ich hab in meiner Werkstatt mit sechs Dosen angefangen und inzwischen sind es über zehn – man gewöhnt sich schnell daran, überall Strom zu haben, und dann fehlt er genau dort, wo man gerade arbeitet.

Mein Tipp: Denk auch an die Höhe. Eine Dose auf Arbeitshöhe (ca. 90cm) ist angenehmer als immer nach unten bücken. Und plane eine Außensteckdose gleich mit ein, wenn du den Elektriker eh bestellt hast – das ist kein großer Mehraufwand.

Zum Querschnitt: 2,5mm² ist Standard und für die meisten Geräte völlig ausreichend. Einen separaten Kreis mit 4mm² für schwere Geräte wie Kompressor macht aber tatsächlich Sinn, das bestätige ich. Ich hab das in unserem Sommerprojekte-Thread auch schon angesprochen – lieber einmal mehr planen als zweimal hin.


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