Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Dachgeschoss besser zu nutzen und will es dafür auch vernünftig dämmen. Das Haus stammt aus 1978, damals war Dämmung noch nicht so wichtig. Jetzt im Sommer merkt man deutlich, wie die Hitze reinkommt – das ist auch der Grund, warum ich mich damit jetzt beschäftige.
Meine Frage: Wie viele Zentimeter Dämmung brauche ich unterm Dach wirklich? Ich höre da immer wieder unterschiedliche Aussagen. Die einen sagen 14 cm reicht, andere meinen mindestens 20 cm. Bei mir sind die Sparren etwa 16 cm stark.
Seit ich 2019 meine alte Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe getauscht habe, achte ich genauer auf Energieverluste. Da macht eine gute Dämmung ja direkt einen Unterschied bei den Heizkosten. Gleichzeitig will ich nicht zu viel ausgeben für einen Mehrnutzen, der sich nie auszahlt.
Was würdet ihr denn empfehlen für einen Altbau in Bayern? Und wie findet ihr die Kosten-Nutzen-Rechnung – lohnt sich 20 cm oder ist 14-16 cm ausreichend?
Danke für eure Erfahrungen!
Aus meiner Erfahrung als Kaminkehrer: Bitte achte auf eine ordentliche Lüftung unterm Dach! Mit Dämmung wird es dort schnell zu warm und feucht, wenn keine Belüftung vorhanden ist. Das ist oft das Problem bei Altbauten. 16-18 cm Mineralwolle ist völlig ausreichend für Bayern. Die Konterlattung unter der Dämmung ist wichtig für die Hinterlüftung.
Helmut, eine Frage: Planst du auch die Lüftungsanlage zu ertüchtigen? Bei modernen Smart-Home-Konzepten würde ich empfehlen, während der Sanierung schon auf eine bedarfsgerechte Be- und Entlüftung zu setzen. Das arbeitet natürlich besser mit optimierter Dämmung zusammen. 16-18 cm ist aber bei dir ausreichend.
Helmut, gute Frage – und mit der Wärmepumpe sparst du da tatsächlich spürbar. Nach den aktuellen Energieeinsparverordnungen (EnEV) sind mindestens 16 cm Mineralwolle oder gleichwertiges Material empfohlen. Bei deinen 16-cm-Sparren würde ich aber eher zur Kombination tendieren: 12 cm zwischen den Sparren + 4-6 cm darunter als Konterlattung. So bist du bei 16-18 cm gesamt und vermeidest Wärmebrücken.
Die Mehrkosten für 20 cm sind marginal, und langfristig – besonders mit Wärmepumpe – zahlt sich das aus. Wann ist der geplante Einbau?
Bei mir hatte der Dachboden vorher auch Probleme - zu warm, zu kalt, einfach unbenutzbar. Mit 18 cm Mineralwolle und einer neuen Dampfbremse ist das jetzt deutlich besser geworden. Die Kosten haben sich nach etwa 8-9 Jahren amortisiert durch die niedrigeren Heizkosten. Also würde ich sagen: 16-18 cm ist sinnvoll.