Moin zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Haus von 1973 zu sanieren und stoße überall auf neue Dämmstoffe. Früher, als ich noch aktiv war, kannte man hauptsächlich Mineralwolle und Styropor – fertig. Jetzt lese ich überall von Vakuumdämmung und soll angeblich nur 4cm dick sein und besser dämmen als 15cm Mineralwolle.
Ich bin skeptisch. Der Preis ist deutlich höher, und ich frag mich: Rechnet sich das wirklich für einen Rentner, der nicht mehr 30 Jahre in dem Haus wohnt? Meine Wärmepumpe von damals war ja auch ein Flop – vielleicht ist das ähnlich?
Hat jemand praktische Erfahrung mit Vakuumdämmung im Altbau gemacht? Gerade beim Dach und den Außenwänden interessiert mich der echte ROI. Bin ich mit klassischen Materialien nicht besser bedient, wenn ich es richtig mache?
Danke für ehrliche Meinungen!
Harald, das ist ne gute Frage. Ich arbeite viel am Dach und hab mir die Vakuumdämmung auch schon angesehen. Ehrlich? Für dein Haus von '73 würde ich eher klassisch bleiben.
Vakuumdämmung hat zwei große Nachteile: Erstens ist die Langzeitstabilität noch nicht 20+ Jahre nachgewiesen – wenn die Folie beschädigt wird, ist sie futsch. Zweitens brauchst du beim Schneiden und Anbringen spezielle Fachleute, sonst leidest du unter Wärmeverlusten. Das treibt die Kosten weiter hoch.
Beim Dach würde ich dir 16-18cm gute Steinwolle oder Holzfaser empfehlen – kostet die Hälfte und du hast 50 Jahre Ruhe. Rechnungsmäßig holst du das Geld innerhalb von 10-15 Jahren zurück. Mit Vakuum brauchst du 20+ Jahre, und dann fragst du dich, ob die noch dicht ist. Für deine Situation (Rentner, nicht mehr lange im Haus) ist das suboptimal.
Wenn Platz kein Problem ist, spar dir den Aufpreis.