Hallo zusammen,
ich bin beim Stöbern über Aerogel-Dämmung gestolpert und frage mich gerade ernsthaft, ob das im normalen Hausbau überhaupt irgendwann mal interessanter wird oder ob das einfach ein typisches Nischenprodukt bleibt. Ich komme aus der Elektro-Ecke und sehe solche Sachen meistens nur bei knappen Aufbauten, zum Beispiel wenn irgendwo Platz fehlt und trotzdem noch was an Dämmung rein soll.
Jetzt im September fängt ja wieder die Zeit an, wo man bei kleineren Baustellen und Nachrüstungen über Winterthemen nachdenkt. Genau da klingt Aerogel erstmal spannend, weil es extrem dünn sein soll. Aber wenn ich die Preise so grob sehe, frage ich mich: Wer verbaut das wirklich außerhalb von Spezialfällen? Und wie sieht das in der Praxis aus, also Verarbeitung, Robustheit, Zuschnitt, Anschlüsse usw.?
Mich würde vor allem interessieren, ob das aus eurer Sicht in den nächsten Jahren mehr wird oder ob man das eher als Lösung für ein paar schwierige Stellen einplant und sonst lieber bei den üblichen Materialien bleibt. Hat jemand von euch schon reale Erfahrungen damit gemacht, nicht nur Prospektwerte?
Ich hab’s bisher nur bei sehr engen Stellen gesehen, wo wirklich jeder Zentimeter zählt. Für den normalen Hausbereich ist mir das einfach noch zu teuer, ehrlich gesagt.
Ich kenn Aerogel nur aus Gesprächen mit Leuten, die an kniffligen Altbau-Ecken arbeiten. Für mich als Hausbesitzer ist das eher ein Spezialfall, nix für die Fläche.
Ich hab mal in einem anderen Zusammenhang geschrieben, wie schnell man bei solchen Sachen in die Theorie rutscht, siehe Außendämmung selber machen: Welche Materialien taugen? — da ging es zwar um andere Materialien, aber am Ende bleibt oft die gleiche Frage: Was bringt’s praktisch, und was kostet der Spaß.
Wenn du mich fragst: Zukunft vielleicht ja, aber eher punktuell. Für ganze Wände sehe ich das auf absehbare Zeit nicht.