Moin zusammen, ich bin Hermann und bewirtschafte hier oben einen größeren Hof mit mehreren älteren Gebäuden. Jetzt steht die Dachsanierung beim Wohnhaus an – das Ding ist von 1974, die Sparren sind etwa 16cm stark.
Meine Frage: Wie dick sollte die Zwischensparrendämmung wirklich sein? Ich höre da ganz unterschiedliche Empfehlungen – die einen sagen 14cm Mineralwolle reicht locker, andere schwören auf 16cm oder sogar noch mehr. Im Sommer ist's unterm Dach sowieso schon unerträglich heiß, also geht's mir hauptsächlich um vernünftige Wärmehaltung im Winter und dass die Kosten noch im Rahmen bleiben.
Was habt ihr in ähnlichen Situationen verbaut? Gibt es da Erfahrungen, ob man auch mit etwas weniger auskommt? Und wie sieht's mit der Haltbarkeit aus – Material von vor 30 Jahren ist ja auch nicht mehr das beste.
Hallo Hermann, das ist eine gute Frage. Bei 16cm Sparren würde ich dir mindestens 14cm Dämmstoff empfehlen – das ist heutzutage der Standard für wirtschaftliche Effizienz. 16cm passt gerade noch rein, wenn du eine dünne Luftschicht zur Belüftung brauchst.
Ich habe mich bei meiner Sanierung auch damit beschäftigt: Die KfW-Standards sind hier maßgeblich. Mit 14cm Mineralwolle (WLG 035) erreichst du etwa U-Werte um 0,20 W/m²K – das ist für einen 70er-Jahre-Altbau bereits sehr solide. Mehr kostet signifikant mehr, bringt aber überproportional weniger Zusatznutzen.
Bei dir mit den vielen Gebäuden würde ich schauen, dass die Verarbeitung stimmt – Lücken und Fehlstellen kosten mehr Heizenergie als 2cm weniger Dämmung. Alte Materialien sollten ganz raus, auch wenn sie noch in Ordnung aussehen. Der Feuchtehaushalt ist wichtig, also auf korrekte Dampfbremse achten.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mir vorher die Bewertungen auf Handwerkerportalen anschaue und dann direkt mehrere Angebote einhol. Das spart Zeit und man kriegt ein Gefühl für die Preise. Frag auch bei Nachbarn nach Empfehlungen – persönliche Tipps sind oft Gold wert! Dienstleister-Portal
Bei mir hat sich bewährt: 14-16cm reichen aus, wichtiger ist die ökologische Verträglichkeit des Materials. Ich würde eher auf Holzfaserdämmung ausweichen statt Mineralwolle – besseres Speicherverhalten und weniger Chemie. Selbst wenn's ein bisschen teurer wird, die Nachhaltigkeit lohnt sich langfristig. Hast du schon überlegt, beim Dachrückbau alte Materialien fachgerecht zu entsorgen?