Hallo zusammen,
wir haben vor etwa zwei Jahren unser Haus geerbt (1970er, typisches Ding für die Zeit) und seitdem geht's mir wie vielen hier - immer ein Projekt neben dem anderen. Nach der Bad-Sanierung und der Garage-Frage (wer von euch kennt das noch?) steht jetzt langsam das Thema Energieeffizienz an.
Mein Mann meint, wir sollten mit den Außenwänden im Wohnzimmer anfangen - schöne sichtbare Ergebnisse, weniger Aufwand. Aber irgendwas in mir sagt, dass die feuchten Kellerwände das größere Problem sind. Die sind teilweise rauh und im Winter kalt wie Eis.
Wir haben drei Kinder und können nicht alles auf einmal machen - zeitlich und finanziell. Daher die Frage: Wo fange ich wirklich sinnvoll an? Erst Keller trockenlegen/dämmen, oder erst oben? Was bringt energetisch mehr? Und was ist überhaupt machbar in Eigenregie, wo braucht man definitiv einen Fachmann?
Freue mich auf Erfahrungen von euch!
Das ist eine gute Frage, weil viele Leute das falsch herum angehen. Ich würde ehrlich gesagt mit einer guten Diagnose anfangen: Habt ihr mal prüfen lassen, ob die Kellerfeuchtigkeit wirklich ein echtes Wasserproblem ist oder nur Oberflächenkondenswasser? Das ist wichtig, weil man bei echtem Sickerwasser erst sanieren muss, bevor man dämmt.
Bei uns in der Garagen-Diskussion kam das auch raus - manchmal denkt man, man braucht das Große, und dann reichen kleine Lösungen. Bei Kellern ähnlich: Wenn es nur um Wärme geht, bringt die Kellerdeckendämmung von oben oft schon viel und ist günstiger als die Wände selbst zu dämmen.
Für Familienbudgets wie bei euch würde ich sagen: Erst Kellerdecke (können viele selbst machen), dann Außenwände. Die Feuchtigkeit muss aber vorher klar sein.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen. Bei mir waren die Preisunterschiede zwischen den Anbietern teilweise echt erheblich. Schau dir auch die Wartungskosten und Garantiebedingungen genauer an, das wird oft übersehen. PV-Angebote
Bei mir war es ähnlich - Haus, Garten, alles zu organisieren. Meine Erfahrung: Machen Sie erst die Kellerfeuchte definitiv klar, ob Drainage nötig ist oder nicht. Das ist die Basis. Dann würde ich oben anfangen - bei den obersten Geschossen dämmen Sie sozusagen "nach oben raus" und sehen schneller Erfolg beim Heizen. Kellerdämmung ist sinnvoll, aber weniger kritisch fürs Klima im Haus.
Der absolute Klassiker ist immer: Dach/Obergeschoss zuerst, dann Außenwände, Keller zuletzt. Kostet insgesamt weniger und die Heizkosten fallen schneller.