Hallo zusammen,
ich spiele seit längerem mit dem Gedanken, in unserem Spitzboden zwei Dachfenster nachträglich einzubauen. Der Raum wird hauptsächlich als Hobbyraum genutzt, aber bei der aktuellen Hitze ist es da oben wirklich unerträglich. Mit Dachfenstern könnte ich wenigstens abends richtig lüften.
Jetzt bin ich etwas unsicher wegen der Genehmigung. Ein Bekannter meinte, ich brauche unbedingt einen Architekten für die Planung und Bauantragsstellung. Das würde aber das Budget sprengen - die Fenster selbst kosten ja schon genug.
Andererseits hat mir ein Dachdecker gesagt, er macht das alles mit: Planung, Genehmigung beantragen, Einbau. Das klingt natürlich verlockend und günstiger.
Was sind eure Erfahrungen? Ist ein Architekt wirklich Pflicht oder können das gute Dachdecker auch? Worauf muss ich bei der Auswahl achten? Das Haus ist von 1985, falls das relevant ist.
Danke für eure Hilfe!
Erich
Hui, das ist ja mal ne praktische Frage! Hab zwar selbst keine Dachfenster, aber würd trotzdem sagen: Kommt drauf an, wie fit der Dachdecker wirklich ist.
Manche können nur Ziegel tauschen, andere sind echte Profis. Frag ihn doch einfach, wie viele Dachfenster er letztes Jahr nachträglich eingebaut hat. Wenn er ins Stottern kommt, lieber Finger weg.
Moin Erich,
bei mir hat's der Dachdecker komplett gemacht - Planung, Genehmigung, Einbau. War kein Problem. Du musst nur aufpassen, dass er auch wirklich Erfahrung mit nachträglichen Einbauten hat, nicht nur mit Neubau.
Wichtig: Lass dir schriftlich bestätigen, dass er die Gewährleistung für die komplette Ausführung übernimmt. Bei Wasserschäden willst du nicht zwischen Dachdecker und Architekt hin- und hergeschoben werden.
Und noch ein Tipp: Wenn du schon dabei bist, denk über elektrische Rollläden nach. Bei der Hitze diesen Sommer wirst du froh drum sein!
Hi Erich,
ich würde erstmal beim Bauamt nachfragen, was genau erforderlich ist. Das ist je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich. Manche verlangen tatsächlich Architektenzeichnungen, andere akzeptieren auch Dachdecker-Pläne.
Aber Vorsicht: Ein Dachfenster ist nicht nur ein Loch ins Dach sägen. Da geht's um Statik, Wärmedämmung, Dampfsperre und vieles mehr. Wenn da was schiefgeht, hast du teure Folgeschäden. Ich hab schon zu viele DIY-Projekte gesehen, die teurer wurden als gedacht.
Mein Tipp: Hol dir mehrere Kostenvoranschläge und lass dich genau beraten, welche Leistungen inklusive sind. Ein seriöser Dachdecker sollte auch über bauphysikalische Aspekte Bescheid wissen.
Hallo Erich,
ich hab vor zwei Jahren auch Dachfenster nachträglich einbauen lassen und kann dir aus Erfahrung antworten. Ein Architekt ist nicht zwingend nötig - das kommt auf deine Gemeinde an. Bei uns reichte der Antrag vom Dachdecker völlig aus.
Wichtig ist aber: Nimm wirklich nur einen Betrieb, der sowas regelmäßig macht und sich mit den örtlichen Vorschriften auskennt. Wie ich hier schon mal geschrieben hatte, ist die Auswahl des richtigen Handwerkers entscheidend.
Lass dir auf jeden Fall Referenzen zeigen und ruf bei 2-3 früheren Kunden an. Ein guter Dachdecker erklärt dir auch transparent, welche Genehmigungen nötig sind und übernimmt die Antragsstellung. Bei einem 85er Haus sollte statisch eigentlich alles in Ordnung sein.