Hallo zusammen,
wir bauen gerade unser erstes Eigenheim und haben dabei einige Probleme mit den Nachbarn bekommen. Eigentlich dachte ich, dass sich das alles von selbst regelt, aber anscheinend war ich da etwas naiv.
Die Situation: Unser Baustellenverkehr fährt über eine schmale Straße, die auch von den Nachbarn genutzt wird. Die Handwerker parken teilweise vor deren Einfahrten (nur kurz beim Entladen), und es ist natürlich lauter als sonst. Arbeitszeiten halten wir ein - von 7 bis 17 Uhr an Werktagen.
Trotzdem haben sich bereits drei Nachbarn beschwert. Einer droht sogar mit dem Ordnungsamt wegen 'Ruhestörung'. Ein anderer behauptet, sein Auto sei durch unseren Bauschutt verkratzt worden (was definitiv nicht stimmt, da wir sehr darauf achten).
Ich verstehe ja, dass Baustellen nerven, aber wir können ja auch nicht zaubern. Jeden Tag kommen Lieferfahrzeuge, Handwerker müssen irgendwo parken, und Lärm lässt sich nicht komplett vermeiden.
Wie seid ihr mit solchen Situationen umgegangen? Was kann man den Nachbarn anbieten, ohne dass man sich alles gefallen lässt? Und ab wann wird es einfach unverschämt?
Oh je, das kenn ich nur zu gut! Bei uns war's ähnlich, als wir gebaut haben. Manche Nachbarn sind da echt pingelig.
Was bei uns geholfen hat: Ich bin vorher zu allen gegangen und hab mich vorgestellt, den groben Zeitplan erklärt und meine Handynummer dagelassen. Falls wirklich mal was ist, können sie direkt anrufen statt gleich zu meckern.
Bei Parkproblemen würd ich schauen, ob ihr vielleicht einen Container anders stellen könnt oder mit dem Bauleiter sprechen, dass die Handwerker besser koordiniert parken. Kleine Gesten wie ein Kasten Bier an Weihnachten haben auch Wunder gewirkt.
Das ist leider normal bei Baustellen. Ich arbeite selbst im Baugewerbe und erlebe das ständig.
Wichtig ist, dass ihr euch an die Ruhezeiten haltet - das macht ihr ja schon. Bei dem Parkproblem würde ich vorschlagen, dass ihr einen festen Ansprechpartner für die Nachbarn benennt. Meistens ist es der Bauleiter oder Polier.
Wegen dem angeblichen Kratzer am Auto: Unbedingt dokumentieren! Fotos machen, Zeugen suchen. Solche Behauptungen kommen öfter vor, als man denkt. In einem anderen Thread hier gab's ähnliche Probleme mit falschen Beschuldigungen.
Also sorry, aber manche Leute übertreiben echt maßlos! Bauen gehört nunmal zum Leben dazu.
Ich hab vor drei Jahren meine Elektroinstallation komplett erneuert und da gab's auch so einen Nachbarn, der wegen jedem Bohrgeräusch gleich ausgerastet ist. Am Ende hab ich einfach konsequent alle Vorschriften eingehalten und den Rest ignoriert.
Solange ihr euch an die gesetzlichen Arbeitszeiten haltet, können die euch gar nichts. Das mit dem Ordnungsamt ist pure Drohung - die können höchstens kontrollieren, ob ihr die Ruhezeiten einhaltet.
Mein Tipp: Freundlich aber bestimmt bleiben. Ihr baut euer Traumhaus und das soll auch so bleiben!
Puh, das ist echt nervig. Aber ehrlich gesagt versteh ich die Nachbarn auch ein bisschen. Bei der Hitze jetzt im Juni sind alle Fenster auf, da hört man jeden Hammer doppelt so laut.
Vielleicht könnt ihr in den nächsten Wochen besonders auf lärmintensive Arbeiten achten? Früh morgens und spät nachmittags ist's für alle angenehmer. Und falls möglich, die Mittagspause von 12-13 Uhr wirklich einhalten.
Was das Parken angeht - vielleicht kann der Polier morgens kurz Bescheid sagen, welche Bereiche gebraucht werden? So können die Nachbarn ihre Autos rechtzeitig umparken.