Wir planen unser erstes Eigenheim und wollen mehrere Angebote von Baufirmen einholen. Bisher haben wir nur mit einer Firma gesprochen und sind etwas überfordert.
Auf welche Punkte sollten wir beim Vergleichen der Angebote besonders achten und wie erkenne ich versteckte Kosten?
Aus meiner Erfahrung kann ich euch nur raten, bei den Angeboten ganz genau auf die verwendeten Materialien zu schauen - fragt konkret nach ökologischen Dämmstoffen wie Zellulose oder Holzfaser statt Styropor und lasst euch die Energieeffizienzklasse detailliert erklären. Versteckte Kosten entstehen oft bei der Haustechnik, deshalb solltet ihr unbedingt nachfragen, ob Wärmepumpe, Lüftungsanlage und eventuell eine Photovoltaikanlage bereits im Preis enthalten sind oder extra berechnet werden. Ich habe damals drei verschiedene Angebote geholt und war überrascht, wie unterschiedlich die Firmen mit nachhaltigen Standards umgegangen sind - manche haben das als teure Extras verkauft, während andere es als Standard angeboten haben.
Aus meiner eigenen Erfahrung beim Hausbau kann ich euch nur raten, mindestens 3-4 Angebote einzuholen und dabei penibel auf die Leistungsbeschreibungen zu achten - oft sind scheinbar günstige Angebote nur oberflächlich detailliert. Versteckte Kosten lauern besonders bei Erdarbeiten, Anschlüssen und der Außenanlage, die oft nur pauschal oder gar nicht aufgeführt sind. Lasst euch alle Angebote in derselben Detailtiefe erstellen und fragt explizit nach, was NICHT im Preis enthalten ist - das hat mir damals viel Ärger und etwa 15.000 Euro Mehrkosten erspart.
Also, ich hab vor drei Jahren selbst gebaut und kann euch nur raten: Lasst euch die Leistungsbeschreibungen ganz genau aufschlüsseln und vergleicht wirklich jeden Posten. Bei mir hat eine Firma die Bodenplatte als "inklusive" beworben, aber die Erdarbeiten extra berechnet - das waren dann plötzlich 8.000 Euro mehr. Achtet besonders auf Begriffe wie "hausüblich" oder "nach DIN" - da könnt ihr nachfragen, was genau gemeint ist. Und lasst euch nicht unter Zeitdruck setzen, nehmt euch die Zeit für mindestens drei Angebote, das spart am Ende richtig Geld.
Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen nur raten, sich eine detaillierte Excel-Tabelle anzulegen und wirklich jeden einzelnen Posten der Angebote gegenüberzustellen - von der Anzahl der Steckdosen bis hin zur exakten Spezifikation der Dämmung. Achten Sie besonders auf Formulierungen wie "bauseits zu erbringen" oder "nach DIN-Norm" ohne konkrete Materialangaben, dahinter verstecken sich oft erhebliche Mehrkosten. Lassen Sie sich unbedingt die komplette Bau- und Leistungsbeschreibung mit allen technischen Details geben und scheuen Sie sich nicht, bei Unklarheiten hartnäckig nachzufragen. Ich habe damals drei Wochen nur mit dem Angebots-Vergleich verbracht, aber dadurch etwa 15.000 Euro an versteckten Kosten aufgedeckt.