Hallo zusammen,
ich bin gerade mitten in der Sanierung meines Hauses aus den 80ern und plane die Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer ordentlichen PV-Anlage (ca. 10 kWp). Bislang habe ich viel zu Automationskonzepten gelesen und mir ist eines nicht ganz klar:
Im Sommer produziert die PV-Anlage ja maximal Strom – deutlich mehr, als ich zum Heizen bräuchte (im August natürlich gar nicht). Meine Frage: Macht es Sinn, die Wärmepumpe im Sommer gezielt zur Warmwasserbereitung hochzufahren, um diesen Überschuss selbst zu nutzen? Oder ist das wirtschaftlich unrentabel, weil der Speicher schnell voll ist?
Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen damit gemacht, wie man WP und PV intelligent koppelt – nicht nur vom Potential her, sondern auch vom tatsächlichen Nutzen? Worauf sollte ich bei der Planung achten, um Synergien wirklich zu heben und nicht in eine teure Automatisierung zu investieren, die am Ende kaum Ersparnisse bringt?
Danke für euren Input!
Nach meiner langen Pause bin ich total begeistert, dass solche Themen hier diskutiert werden. Zu deiner Frage: Bei uns läuft die Kombination inzwischen ganz gut, weil ich die Finanzierung richtig aufgebaut habe – KfW-Kredit plus Eigenleistung. Das hat mir erlaubt, gleich eine gute Speicherlösung einzuplanen. Im Sommer merkst du schnell, dass reiner Warmwasserladeversuch mit der WP nicht die große Ersparnisquelle ist, die viele versprechen. Unsere Erfahrung: Die WP braucht ihre Betriebsstunden eher in der Übergangszeit, um rentabel zu sein. Meine Empfehlung wäre, erst mal einen soliden Hybridspeicher zu nehmen und nicht zu viel Geld in Regellogik zu investieren, bis du wirklich weißt, wie dein Haus läuft.