Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei, unser Haus von 1990 grundlegend zu sanieren und spielen mit dem Gedanken, die alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Bisher habe ich mich hauptsächlich mit den großen Themen beschäftigt – Dämmung, neue Fenster, das übliche Programm. Aber jetzt, wo es konkret wird, frage ich mich: Was sind die Tücken bei so einem Altbau, die man nicht sofort sieht?
Ich lese überall von JAZ-Werten und optimalen Bedingungen, aber was ist die Realität, wenn die Heizkörper noch original sind und die Dämmung nicht perfekt? Lohnt sich eine WP überhaupt, oder werfe ich Geld zum Fenster raus? Gibt es Probleme mit der Lautstärke, Platzierungsfragen im Außenbereich oder versteckte Kosten, die erst später auftauchen?
Wäre super, wenn jemand aus eigener Erfahrung berichten könnte – nicht die Theorie, sondern das, was man wirklich wissen muss, bevor man unterschreibt.
Danke schon mal!
Sandra
Hallo Sandra,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Bei uns war es ähnlich – Baujahr 1992, und ehrlich gesagt hat es mehr Tücken gegeben, als der Installateur anfangs gesagt hat.
Das Wichtigste: Die alten Heizkörper brauchen höhere Vorlauftemperaturen, als WPs gerne liefern. Das bedeutet entweder teurere Heizkörper oder akzeptieren, dass die WP nicht so effizient arbeitet wie in modernen Häusern. Bei uns war eine teilweise Nachrüstung nötig, was die Kosten deutlich erhöht hat.
Zweites Problem: Der Platz im Garten. Wir mussten mehr Pufferspeicher einbauen als geplant, weil die Dämmung nicht ausreicht für eine kleine, effiziente Anlage. Das kostet extra und braucht Platz.
Und dann die Lautstärke – das war für uns überraschend. Mit den richtigen Schallschutzmaßnahmen geht's, aber rechne damit, dass das nicht ganz umsonst ist.
Mein Tipp: Lass dir mehrere Angebote von unterschiedlichen Firmen machen, nicht nur von einer. Die Unterschiede sind sometimes erheblich, weil jeder anders mit den Altbau-Herausforderungen umgeht.
Viel Erfolg für deine Sanierung!