Moin zusammen,
ich bin Hermann, bewirtschafte einen größeren Hof hier in der Region und habe mehrere Gebäude zu versorgen. Die alte Ölheizung im Haupthaus geht langsam in die Knie, und jetzt überlege ich, ob eine Wärmepumpe Sinn macht.
Meine Frage: Kann ich die Installation teilweise selbst machen, um Kosten zu sparen? Ich bin es gewöhnt, an meinen Maschinen zu arbeiten und kenne mich mit Installationen aus. Die Handwerker-Preise sind ja aktuell astronomisch, und ich dachte, vielleicht kann ich zumindest die Erschließung, Rohrleitungen oder ähnliches selbst übernehmen und nur den kritischen Part vom Fachmann machen lassen.
Aber ehrlich gesagt: Ich bin auch vorsichtig, wenn's um Garantie, Förderung und rechtliche Stolpersteine geht. Wer hat Erfahrung damit gemacht? Wo muss wirklich ein Profi ran, und wo kann ich selber ran ohne später Probleme zu bekommen?
Danke vorab!
Hallo Hermann,
da muss ich ehrlich sagen: Bei einer Wärmepumpe würde ich sehr vorsichtig sein mit Eigenleistung. Nicht weil du technisch nicht dazu fähig bist – aber der Teufel sitzt im Detail.
Die Kernkomponenten (Verdichter, Kältemittelkreislauf, Drucktests) MÜSSEN vom zertifizierten Fachmann kommen, sonst verfällt die Garantie und du hast massive Probleme mit der KfW-Förderung, falls du die in Anspruch nehmen willst. Das ist nicht optional.
Was du theoretisch selbst machen kannst: Rohrgräben ausheben, Leerrohre verlegen (für später), evtl. Fundamentarbeiten. Aber auch da ist Vorsicht geboten – wenn später was an den Rohren nicht stimmt und die Wärmepumpe arbeitet schlecht, wird der Installateur dir in den Schoß schauen und sagen, dass deine Verlegung schuld ist.
Mein Rat: Lass dir von 2–3 Fachfirmen ein Angebot machen und frag explizit nach, wo du selbst Hand anlegen kannst, OHNE dass deine Eigenleistung Garantie oder Förderung gefährdet. Dann verstehen sie auch, worauf es dir ankommt.
Hab selbst 12 kWp auf dem Dach und mittlerweile auch Speicher – bei sowas spar ich nicht an der falschen Stelle.
Viel Erfolg!