Moin zusammen,
ich bin gerade dabei, meinen Keller komplett auszubauen und stehe jetzt vor der Frage, welche Dämmstoffe ich verwenden soll. Dabei bin ich immer wieder auf recycelte Materialien gestoßen – Recycling-EPS, Recycling-Mineralwolle und so weiter. Das klingt ja grundsätzlich gut für die Umwelt, aber ich frag mich, ob das auch praktisch sinnvoll ist.
Wie ist eure Erfahrung damit? Sind die recycelten Varianten genauso wirksam wie neue Materialien? Gibt es Unterschiede bei der Verarbeitung, der Langzeitbeständigkeit oder dem Preis? Ich möchte ja nicht sparen und dann nach 10 Jahren Probleme bekommen. Gleichzeitig interessiert mich aber auch, ob man damit wirklich nachhaltiger baut oder ob das teilweise nur Greenwashing ist.
Für den Kellerbereich brauch ich was Zuverlässiges – Feuchte ist ja immer ein Thema. Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen mit recycelten Dämmstoffen im feuchten Milieu gemacht?
Danke für eure Tipps!
Bei meinem Fachwerkhaus von 1898 teste ich ja viel mit modernen und teilweise auch wiederverwerteten Materialien. Recyceltes EPS und Mineralwolle funktionieren technisch einwandfrei – das ist wissenschaftlich belegt. Aber für dein Kellerprojekt brauchst du absolute Sicherheit bei der Feuchte. Recycelte Materialien haben manchmal minimal schlechtere Dampfsperrwerte. Das ist nicht dramatisch, aber im Keller eben kritisch. Meine Empfehlung: Für die Kellerdecke Standard nehmen, und wenn du recyceln möchtest, dann bei weniger feuchtsensiblen Bereichen.