Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein erstes Haus zu renovieren und beschäftige mich intensiv mit dem Thema Dämmung. Besonders interessiert mich die Innendämmung, weil ich die Fassade aus denkmalpflegerischen Gründen nicht anfassen darf und außerdem möchte ich bei der Sanierung möglichst nachhaltig vorgehen.
Jetzt lese ich überall, dass Innendämmung ein hohes Schimmelrisiko birgt – das macht mir ehrlich gesagt Angst. Aber kann man das wirklich gar nicht machen, oder gibt es da Lösungen? Mich würde interessieren, welche Materialien da sicherer sind und ob man mit der richtigen Planung und Lüftungskonzept das Risiko minimieren kann.
Wie sieht das bei älteren Häusern aus? Mein Haus ist von 1978, relativ massiv gebaut. Braucht man da spezielle Vorkehrungen?
Danke schonmal für eure Erfahrungen!
Das ist tatsächlich die Knacknuss bei der Innendämmung – aber pauschal "geht nicht" würde ich nicht sagen. Bei uns im Denkmalschutzhaus habe ich mich damit auch intensiv auseinandergesetzt (siehe auch mein früherer Thread zu den Förderungen).
Das Wichtigste ist eine kapillaraktive Innendämmung mit guter Dampfdiffusion – Holzfaser oder Kork sind da deutlich sicherer als dichtes Styropor. Aber ehrlich: Ohne eine gute Lüftungsstrategie wird's kritisch. Bei eurem 78er-Haus kommt es drauf an, wie trocken die Wände wirklich sind. Eine Feuchtemessung vorab ist nicht optional, sondern Pflicht. Und dann braucht ihr einen Fachplaner, der die Wärmestromberechnung richtig macht – das ist nicht trivial!
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mich einfach in der Nachbarschaft umzuhören und die Handwerker zu fragen, wen sie empfehlen würden. Oft gibt es auch lokale Facebook-Gruppen für den Ort, wo Leute ihre Erfahrungen teilen. Das ist manchmal zuverlässiger als Online-Plattformen. Dienstleister-Portal