Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Haus energetisch zu sanieren und bin auf das Thema Wärmebrücken gestoßen. Als Juristin habe ich mich natürlich auch in die rechtliche Seite eingearbeitet – relevant sind hier ja die EnEV-Anforderungen bei Sanierungen.
Meine Frage ist eher praktisch: Ich habe gelesen, dass Wärmebrücken oft an Balkonen, Fensterlaibungen und in den Ecken zum Dachboden entstehen. Mein Haus ist von 1978, also nicht gerade neuwertig. Bevor ich einen teuren Energieberater beauftrage, würde ich gerne selbst erst mal herausfinden, wo die kritischen Stellen sind.
Gibt es kostengünstige Methoden, um Wärmebrücken zu identifizieren? Und – wichtiger noch – welche kann ich selbst mit überschaubarem Budget beheben, ohne direkt eine Komplettsanierung starten zu müssen? Ich bin realistisch: Nicht alles lässt sich ad hoc lösen, aber vielleicht gibt es ja Prioritäten.
Freue mich über Erfahrungsberichte!
Johanna
Hallo Johanna,
ein sehr pragmatischer Zugang, den ich nur unterstützen kann. Zur Identifikation: Eine Wärmebildkamera zum Ausleihen kostet etwa 20–30 Euro pro Tag bei Baumärkten – deutlich günstiger als ein Sachverständiger. Damit siehst du bereits die kritischen Stellen.
Zum Beheben ohne große Kosten: Fensterlaibungen lassen sich oft mit expandierendem Dämm-Montageschaum + OSB-Platte + Innenputz kostengünstig ertüchtigen. Balkone sind kniffliger – da braucht es meist professionelle Thermische Trennung.
Was ich aus eigener Erfahrung empfehle: Fang mit den Bereichen an, wo sich Feuchte/Schimmel andeuten könnte – das sind oft die Wärmebrücken-Stellen. Die sollten prioritär angegangen werden, auch hygienisch gesehen. Der Rest kann etappenweise folgen.
Doris