Hallo zusammen,
ich optimiere meinen Energieverbrauch ja schon seit Jahren und bin dabei regelmäßig auf das Problem der Wärmebrücken gestoßen. Bisher habe ich mich auf Berechnungen und theoretische Modelle konzentriert, aber jetzt interessiert mich, wie man diese "kalten Stellen" praktisch identifiziert – ohne gleich einen teuren Thermografen engagieren zu müssen.
Meine Frage: Ist eine Wärmebildkamera im August überhaupt aussagekräftig? Ich hätte gedacht, im Sommer sieht man eher die umgekehrten Muster – wo die Sonne aufgeheizt hat statt wo Wärmeverluste entstehen. Macht es mehr Sinn, bis zum Herbst zu warten?
Zum anderen: Welche Wärmebrücken lohnt sich wirklich zu beheben? Ich denke da an Stahlträger in der Fassade, Rollladenkästen und die Fensterleibungen. Gibt es eine Priorisierung, wie man kostengünstig anfängt, ohne alle Schwachstellen gleichzeitig zu sanieren?
Freue mich auf praktische Erfahrungen von euch.
Ja, das mit der Thermografie im Sommer ist quatsch – genau wie du vermutst. Braucht Differenz nach innen, sonst nix zu sehen.
Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, Holger. Die Thermografie im Sommer ist tatsächlich problematisch – du brauchst einen großen Temperaturgradienten zwischen innen und außen, um aussagekräftige Aufnahmen zu bekommen. Im August ist das Gegenteil der Fall: außen heiß, innen kühl durch Klimatisierung oder nächtliche Auskühlung, und dann siehst du tatsächlich die Stellen, wo die Sonne reinbrennt, nicht die echten Wärmeverluste.
Ich würde dir empfehlen, bis Oktober/November zu warten. Dann – bei 15-20°C außen und 21°C innen – bekommst du aussagekräftige Aufnahmen. Zur Priorisierung: Rollladenkästen sind oft die größten Sündenböcke, dann Fensterrahmen und Türzargen. Stahlträger in der Fassade lohnen sich meist erst bei umfassender Sanierung. Fang mit den kostengünstigsten Maßnahmen an – Fensterleibungen abdichten kostet wenig, bringt aber oft überraschend viel.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man die Angebote für Solaranlagen vergleicht. Lohnt sich auf jeden Fall, mehrere Offerten einzuholen und die Preise gegenzuchecken, bevor man sich entscheidet. So spart man sich ne Menge Geld und findet wirklich das beste Angebot für sein Dach. check24