Hallo zusammen,
ich bin neu im Thema Wärmedämmung und stoße immer wieder auf den Begriff "hinterlüftete Fassade". Bisher kenne ich hauptsächlich WDVS von meinen Malerarbeiten früher, aber das ist ja jetzt gut 15 Jahre her und die Technik hat sich wohl weiterentwickelt.
Meine Frage: Was unterscheidet eine hinterlüftete Fassade grundsätzlich von klassischen Dämmsystemen? Ich habe gelesen, dass da Luft dahinter zirkuliert - aber wozu? Schafft das nicht eher Wärmeverluste statt Einsparungen?
Mein Haus stammt von 1975, unverputzte Klinker mit Hohlschicht. Die Nordseite sieht mittlerweile etwas feucht aus. Wäre so ein System überhaupt für ältere Häuser geeignet? Und wie aufwändig ist der Einbau, wenn man keine großen Handgriffe selbst machen kann?
Freue mich auf verständliche Erklärungen - je einfacher, desto besser!
Das ist vielleicht nicht die nachhaltigste Lösung, ehrlich gesagt. Eine hinterlüftete Fassade mit Metall-Unterkonstruktion und neuer Außenschale - da steckt viel Ressourcen drin.
Hast du überlegt, die alte Klinkerfront zu erhalten und stattdessen eine innenseitige Lehmputz-Dämmung + Holzfaser zu machen? Trocknet dein Haus von innen, spart Material, und die äußere Optik bleibt. Funktioniert auch bei Feuchte von außen, wenn man die Quelle (Dachumläufe, Sockelbereich) abdichtet.
Bin da ander Meinung zur Fassadenmodernisierung.
Kurz: Luftzirkulation trocknet, Dämmung wirkt - beide zusammen = langlebig.
Werner, gute Frage. Das Prinzip ist eigentlich elegant: Die hinterlüftete Schicht ermöglicht, dass Feuchte aus der Wand nach außen diffundieren kann. Die Luft zirkuliert, trocknet die Konstruktion und beugt Schimmel vor - besonders wichtig bei deiner feuchten Nordseite.
Der Dämmeffekt kommt von der Isolationsschicht selbst, nicht von der Lüftung. Diese dient der Dauerhaftigkeit. Bei deinem 75er-Haus mit Hohlschicht ist das sogar ideal: Man kann die hinterlüftete Fassade aufbringen, ohne die alte Substanz zu beschädigen.
Einbau braucht aber Fachleute - Unterkonstruktion muss sitzen, sonst gibt's später Probleme.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit dem Vergleichsportal für Solaranlagen. Die haben mir geholfen, mehrere Angebote von verschiedenen Installateuren zu bekommen und die Preise ordentlich zu senken. Spart dir definitiv Zeit beim Recherchieren und Anfragen sammeln. check24
Moment - hinterlüftete Fassade ist teurer und amortisiert sich bei deinem 75er-Haus erst nach 20+ Jahren, wenn überhaupt. Hast du die Kostenvergleiche mit WDVS gemacht? Bei Feuchte an der Nordseite würde ich erst eine Oberflächensanierung + klassisches WDVS (ca. 12cm) rechnen. Deutlich günstiger, schneller ROI. Was kostet die Feuchtesanierung ohnehin?
Die hinterlüftung ist nett zur Dauerhaftigkeit, aber für die Investition musst du sehr lange rechnen.