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Innenwanddämmung ohne Schimmelrisiko: Was muss ich beachten?

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SchornsteinMax
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(@schornsteinmax)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 6 Monaten
[#106]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, ein paar Zimmer bei mir zu dämmen. Habe letztes Jahr meinen alten Schornstein saniert statt abzureißen – bin stolz drauf – und jetzt möchte ich auch bei der Wärmebilanz was tun.

Jetzt aber die Frage: Ich möchte ungern von außen arbeiten (Fassade ist noch okay), sondern lieber innen dämmen. Allerdings lese ich überall Horrorgeschichten von Schimmel und Feuchtigkeitsproblemen. Wie realistisch ist das wirklich? Was sind die kritischen Punkte?

Mein Haus ist Baujahr 1975, Kalksandstein, normale Heizung. Im Herbst jetzt merke ich, dass die Außenwände kalt werden – perfekt zum Anfangen.

Fragen konkret:
1. Welche Materialien sind sicherer – Mineralwolle, Holzfaser oder eher kapillaraktive Systeme?
2. Brauche ich auf jeden Fall eine Dampfbremse?
3. Wie lüfte ich richtig nach einer Innendämmung?
4. Kann ich da teilweise selbst Hand anlegen oder sollte ich einen Fachmann ran?

Danke für praktische Erfahrungen!


1 Antwort
Claudia O.
Beiträge: 8
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(@claudiaotto)
Active Member
Beigetreten: Vor 6 Monaten

SchornsteinMax, gute Frage – das ist tatsächlich kein triviales Projekt, aber machbar.

Die Schimmelangst ist berechtigt, aber kein Automatismus. Der kritische Punkt ist der Taupunkt: Feuchte warme Innenluft trifft auf die kalte Außenwand, und wenn die Dämmung nicht richtig geplant ist, kondensiert das Wasser genau an der Grenzschicht.

Für deinen 1975er Kalksandstein würde ich folgendes rechnen: **Kapillaraktive Systeme** (Holzfasern, Kork) sind hier sicherer als reines EPS/Styropor, weil sie Feuchte aufnehmen und wieder abgeben können. Das ist wichtiger, als du denkst.

Zu deinen Fragen:
1. **Materialwahl**: Bei Altbauten eher Holzfaser oder Lehm-Innendämmung statt Mineralwolle. Die kann Feuchte speichern.
2. **Dampfbremse**: Nein, eher andersrum – du brauchst *Diffusionsoffenheit* zur Außenseite hin. Eine klassische PE-Folie ist hier Gift.
3. **Lüftung**: Erhöhte Lüftung ist Pflicht. Das bedeutet morgens und abends Fenster auf, auch im Winter – das ist der Trade-off bei Innendämmung.
4. **Eigenleistung**: Die Voarbeiten (Putz abschlagen, Oberfläche vorbereiten) kannst du machen. Das Aufbringen der Dämmplatte und die Klimamembranen sollte aber ein Fachmann machen.

Mein Rat: Lass dir einen Energieberater eine **hygrothermische Simulation** machen (ca. 200–400 €). Das zeigt dir genau, ob es an deinen Wänden kritisch wird. Das ist Geld gut angelegt, bevor du anfängst.

Wie ist denn die Raumnutzung? Badezimmer sind anders zu bewerten als Wohnzimmer.


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