Moin zusammen, ich bin eigentlich mehr Gärtner als Handwerker, aber diesen Herbst hab ich mir vorgenommen, endlich was am Haus zu machen. Konkret geht's um die alte Gartenhütte – eigentlich eher ein Schuppen – die ich winterfest herrichten möchte. Ganz ohne Heizung natürlich, aber zumindest trocken und nicht eiskalt sollte es sein.
Jetzt hab ich überall diese Aerogel-Dämmstoffe gelesen. Sollen ja extrem dünn sein, aber auch mega teuer. Der Schreibtisch-Recherche nach scheinen die vor allem in der Industrie und beim Denkmalschutz interessant zu sein, weil man kaum Platz verliert. Bei meinem Schuppen mit 3x4 Meter ist Platzverschwendung aber kein Thema – ich könnte auch klassische Mineralwolle nehmen.
Meine Frage: Lohnt sich Aerogel für so einen kleinen, ungenutzten Raum wirklich? Oder bin ich da einfach nur auf einen Hype reingefallen? Gibt's hier im Forum jemanden, der damit schon gearbeitet hat? Wie ist eure Erfahrung – preislich und vom Verarbeitungsaufwand? Danke schonmal!
Hallo LaubRechen,
da spricht Ihre praktische Überlegung absolut für sich. Aerogel ist technisch faszinierend, aber für Ihre Situation – ein ungeheizter Schuppen mit genügend Platz – würde ich es ehrlich nicht empfehlen.
Aerogel-Dämmung rechnet sich hauptsächlich, wenn Sie entweder Platz sparen müssen (wie bei denkmalgeschützten Fassaden) oder wenn die Fläche sehr klein ist und Sie einen extremen Dämmwert brauchen. Bei 12 m² Grundfläche eines Schuppens zahlen Sie für Aerogel locker das Doppelte bis Dreifache gegenüber guter Mineralwolle – ohne dass Sie davon wirklich profitieren.
Faustregel: Mineralwolle (150-200mm) reicht vollkommen für nicht geheizte Räume und kostet einen Bruchteil. Aerogel spart Ihnen hier bestenfalls 5cm Wandstärke – aber wofür? Nehmen Sie klassische Plattenware, verlegen Sie eine ordentliche Dampfbremse, und Sie haben Ruhe. Das wird auch günstiger bei der Verarbeitung.
Mein Tipp: Sparen Sie das Aerogel-Budget für andere Projekte.