Hallo zusammen,
stehe vor einer schwierigen Entscheidung und würde gerne eure Erfahrungen hören. Meine 25 Jahre alte Gasheizung gibt langsam den Geist auf und ich muss mir Gedanken über den Ersatz machen.
Kurz zu meiner Situation: EFH Baujahr 1998, 140qm, relativ gut gedämmt (hab 2019 schon mal saniert). Habe bereits eine 8kWp PV-Anlage auf dem Dach und kenne mich mit den Förderprogrammen aus - da liegt nicht das Problem.
Meine Überlegungen:
- Wärmepumpe: Hohe Investition (ca. 25k nach Förderung), aber langfristig günstiger durch PV-Strom
- Gas-Brennwert: Deutlich günstiger in der Anschaffung (8-10k), aber ungewisse Gaspreise und CO2-Steuer
Was mich umtreibt: Lohnt sich der hohe Invest bei der WP wirklich? Mein Heizungsbauer meint, bei meinem Haus wäre beides möglich. Die JAZ würde bei ca. 3,5 liegen.
Wie habt ihr entschieden und was waren eure wichtigsten Kriterien? Rein rechnerisch oder gab es andere Faktoren?
Wir haben uns letztes Jahr für eine neue Gasheizung entschieden, obwohl alle zur Wärmepumpe geraten haben. Bei unserem Altbau (1960er, noch nicht komplett saniert) wäre eine WP einfach oversized gewesen.
Die Investition von über 20k für eine vernünftige WP war für uns nach der Terrassensanierung einfach nicht drin. Haben jetzt eine moderne Gas-Brennwerttherme für 6k und sind erstmal zufrieden. Klar, langfristig nicht die beste Lösung, aber manchmal muss man pragmatisch sein.
Hallo!
Wir haben uns vor zwei Jahren für die Wärmepumpe entschieden und bereuen es nicht. Was bei uns den Ausschlag gab: Die Kinder sollen später mal ein zukunftsfähiges Haus erben.
Der Comfort-Faktor ist auch nicht zu unterschätzen - keine Gerüche, kein Schornsteinfeger, sehr leise (haben eine Innenaufstellung). Und seit wir den Stromtarif für WP haben, sind die laufenden Kosten wirklich niedrig.
Bei deiner JAZ von 3,5 und vorhandener PV würde ich definitiv zur WP tendieren. Die Förderung gibt's auch nicht ewig in der Höhe.
Falls ihr euch für die Wärmepumpe entscheidet, denkt auch gleich an PV mit dazu - macht die Betriebskosten nochmal deutlich günstiger. Ich hab damals mehrere Angebote über pv-anlagen24.com/photovoltaikangebote-vergleichen verglichen, spart echt Zeit und man bekommt einen guten Marktüberblick. https://pv-anlagen24.com/photovoltaikangebote-vergleichen
Hi FoerderProfi,
bei uns war die Entscheidung klar pro Wärmepumpe, auch wenn der Invest schmerzhaft war. Wir haben 2021 unsere alte Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-WP getauscht. Ähnliche Ausgangslage wie bei dir - PV vorhanden, Haus aus den 90ern.
Der ausschlaggebende Punkt war für mich die Nachhaltigkeit. Klar, rechnet sich erst nach 12-15 Jahren, aber ich wollte einfach raus aus den fossilen Brennstoffen. Mit deiner PV-Anlage machst du eigentlich alles richtig - im Sommer läuft die WP praktisch kostenlos.
Ein Tipp: Schau dir unbedingt auch die Sole-Wasser-Variante an, falls möglich. Die läuft noch effizienter. Und lass dir von mehreren Installateuren Angebote machen - die Preise schwanken extrem.