Hallo zusammen,
wir haben unsere alte Ölheizung gerade gegen eine Luft-Wärmepumpe getauscht (Neubau-Standard für unseren 1980er-Bau war leider nicht drin vom Budget her). Die Installation lief vor zwei Wochen ab, jetzt kommt der Installateur und sagt, wir müssen unbedingt noch einen hydraulischen Abgleich machen. Das würde extra 2.500€ kosten und irgendwie fühle ich mich hier über den Tisch gezogen.
Meine Frage: Ist das wirklich notwendig oder versucht man hier, mir eins auszuwischen? Bei der alten Ölheizung haben wir das nie gemacht und es lief ja auch. Die Heizkörper sind noch die Originalen aus den 80ern, alle unterschiedlich groß, manche Zimmer werden angeblich nicht richtig warm.
Ist das ein absolutes Muss bei Wärmepumpen oder kann man das auch sein lassen? Wer hat Erfahrung damit und kann mir sagen, ob die Mehrkosten wirklich sinnvoll sind?
Danke für ehrliche Antworten!
Interessante Situation. Strukturell betrachtet: Die WP ist ein Investment, der Abgleich wäre eine zusätzliche Investition. Die Frage ist also, ob der Return (niedrigere Stromkosten, längere Lebensdauer) die 2.500€ rechtfertigt. Das hängt davon ab, wie sehr die aktuellen Probleme (kalte Zimmer) die Gesamteffizienz beeinträchtigen. Mein Vorschlag: Lass dich von zwei Fachleuten beraten – einer davon sollte unabhängig von deinem Installateur sein. Dann hast du eine bessere Datengrundlage für die Entscheidung. Die Kosten selbst kannst du danach besser beurteilen.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mir vorher mehrere Angebote von verschiedenen Handwerkern in meiner Gegend hole. Am besten in lokalen Gruppen fragen oder bei den Handwerkskammern anrufen – die kennen zuverlässige Betriebe und können weiterempfehlen. Spart oft Zeit und Ärger! Dienstleister-Portal
Kann aus meiner Sicht als Handwerker dazu sagen: Der Abgleich ist ein echtes Thema. Bei WP-Systemen sitzt die Regelung feiner – wenn die Heizkörper unterschiedlich gut durchströmt werden, arbeitet die Pumpe ineffizient und der Kompressor läuft unnötig hoch. Das ist kein Hokuspokus, sondern Physik. Ob 2.500€ fair sind, kann ich ohne Angebot nicht beurteilen, aber grundsätzlich würde ich es nicht ignorieren.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel zu checken. So kriegst du ein Gefühl für realistische Preise und siehst auch, welche Firmen in deiner Region aktiv sind. Hat mir geholfen, nicht auf das erste Angebot reinzufallen und am Ende deutlich gespart zu haben. PV-Angebote
Eva, aus meiner Erfahrung mit mehreren Immobilien kann ich dir sagen: Bei einer Wärmepumpe ist das eine ganz andere Rechnung als bei Ölheizungen. Die alte Heizung hat mit höheren Vorlauftemperaturen gearbeitet und konnte Ungereimtheiten einfach ignorieren. Eine WP arbeitet effizienter, aber auch deutlich empfindlicher gegenüber Ungleichgewichten im Rohrsystem. Wenn einzelne Heizkörper nicht richtig warm werden, wirkt sich das direkt auf deine JAZ-Effizienz aus – sprich: Mehrkosten bei der Stromrechnung.
Dass manche Handwerker das übertreiben, ist klar, aber hier würde ich einen zweiten Fachmann fragen. Der Abgleich ist oft billiger, wenn man es zusammen mit anderen Arbeiten macht.