Hi zusammen,
ich stehe vor meinem ersten großen Streichprojekt im neuen Haus und alle sagen mir ich MUSS alles abkleben - Steckdosen, Leisten, Türrahmen, einfach alles. Aber ehrlich, das dauert ja ewig und kostet auch ne Menge für das ganze Klebeband.
Nun hab ich letztens bei nem Kumpel gesehen wie ein Maler komplett ohne abkleben gearbeitet hat. Der hatte nen speziellen Pinsel und so ne Art Schutzblech und das Ergebnis sah perfekt aus. Deutlich sauberer als wenn ich mit abgeklebten Stellen arbeite, wo dann doch immer was darunter läuft.
Da denk ich mir: Mach ich was falsch oder ist das Abkleben vielleicht gar nicht so wichtig wie alle tun? Klar, bei der Decke wird's ohne schwierig, aber bei normalen Wänden?
Hat schon mal jemand versucht komplett ohne Klebeband zu streichen? Was für Werkzeug braucht man dafür und worauf muss man achten? Würde gerne Ende Juli anfangen wenn's nicht mehr ganz so heiß ist, aber die Vorbereitungszeit ohne das ewige Abkleben wäre schon verlockend.
Bin für jeden Tipp dankbar!
Das ist gar nicht so verrückt wie es klingt! Ich hab schon öfter ohne Abkleben gearbeitet und es funktioniert wirklich gut, wenn man die richtige Technik drauf hat.
Wichtig ist ein hochwertiger Ringpinsel für die Ecken und Kanten - die haben eine sehr präzise Spitze. Für größere Flächen einen guten Flächenstreicher. Das Schutzblech das du erwähnt hast ist ein Farbkantenschutz, gibts im Baumarkt für ein paar Euro.
Die Technik: Immer mit dem Strich arbeiten, nie dagegen drücken. Bei Steckdosen und Schaltern einfach einen Spachtel als Schutz verwenden. Das geht sogar schneller als abkleben.
Ein Tipp noch: Fang mit weniger sichtbaren Stellen an um ein Gefühl dafür zu bekommen. Nach ein paar Metern läuft das wie von selbst.
Ich kann BudgetBauer verstehen, das Abkleben ist wirklich zeitaufwendig! Bei unserem ersten Haus hab ich auch alles peinlich genau abgeklebt und trotzdem sind einige Stellen nicht perfekt geworden.
Mittlerweile mache ich einen Kompromiss: Nur die wirklich kritischen Bereiche werden abgeklebt (Deckenübergang, helle Leisten an dunkler Wand). Bei Steckdosen verwende ich auch den Spachtel-Trick den TamaraBlum erwähnt hat.
Wichtig ist meiner Erfahrung nach auch die Farbe - mit einer dickflüssigeren Farbe hast du mehr Kontrolle als mit dünnflüssiger. Und nimm dir wirklich Zeit für die Kanten, lieber zweimal langsam als einmal schnell und dann nochmal korrigieren.
Technisch gesehen ist das durchaus machbar. Hatte letztens bei unserer Bad-Renovierung auch überlegt die Wände ohne Abkleben zu machen.
Das Wichtigste sind die richtigen Werkzeuge: Ein Präzisionspinsel mit schräg geschnittenen Borsten für die Kanten und ein Farbkantenschutz aus Edelstahl. Gibts bei Profiwerkzeug-Händlern, kostet aber entsprechend.
Die Technik muss aber wirklich sitzen. Ich würde empfehlen erstmal an ner Probefläche zu üben. Bei meiner Elektroinstallation muss ich auch präzise arbeiten - ohne Übung wird das nix.
Für Juli ist der Plan gut, nur nicht in der prallen Mittagssonne arbeiten. Die Farbe trocknet zu schnell und wird ungleichmäßig.
Ach komm, lass den Quatsch. Hab schon genug Pfuscharbeiten gesehen wo Leute meinten sie sind die größten Künstler.
Klebeband kostet paar Euro, dafür haste saubere Kanten. Ohne abkleben machste dir mehr Arbeit beim Nachputzen als du vorher sparst. Glaub mir, hab ich schon oft genug erlebt.
Der Maler bei deinem Kumpel macht das seit Jahren, du nicht. Bleib bei bewährten Methoden, dann passiert auch nix.