Hallo zusammen,
ich habe ein Haus von 1923 gekauft und will im Sommer die Wohnräume renovieren. Die Wände sind mehrfach überstrichen, teilweise blättert die Farbe ab. Ein Bekannter hat mich darauf hingewiesen, dass in Häusern aus den 20ern oft bleihaltige Farbe verwendet wurde.
Jetzt bin ich verunsichert: Kann ich einfach die losen Stellen abkratzen und dann überstreichen? Oder muss ich wirklich alles runter bis auf den Putz? Das wäre ein Riesenaufwand und ich hatte eigentlich geplant, bis Ende Juli fertig zu werden.
Wie erkenne ich überhaupt, ob Blei drin ist? Gibt es Tests dafür? Und falls ja - ist das wirklich so gefährlich oder wird da übertrieben? Meine Kinder sind schon erwachsen, falls das eine Rolle spielt.
Hat jemand Erfahrung mit solchen Altbauten? Wie seid ihr vorgegangen?
Also ich hab bei meinem 1920er Haus auch erstmal Panik geschoben wegen dem Blei. Gibt Schnelltests im Baumarkt für 10-15 Euro, einfach anreiben und schauen ob sich die Testflüssigkeit verfärbt.
Falls Blei drin ist: NICHT schleifen oder sandstrahlen! Das macht giftigen Staub. Entweder nass abbeizen oder einfach gut grundieren und drüberstreichen, wenn die alte Farbe noch fest sitzt. Bei mir haben nur die Fensterbänke positiv getestet, Rest war schon übermalt.
Wie bei meiner Badsanierung - manchmal sind die Sorgen größer als das Problem. Teste erstmal, dann siehst du weiter.