Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei, unser Haus energetisch zu sanieren – neue Fenster, bessere Dämmung, das volle Programm. Jetzt überlegen wir auch, ob wir uns nicht ein E-Auto zulegen sollen. Unsere Garage ist da, aber für das Laden brauche ich ja vermutlich mehr als nur eine normale Steckdose, oder?
Meine Fragen:
- Welche Stromleitung/Sicherung muss ich in der Garage haben?
- Braucht man unbedingt eine Wallbox oder geht auch eine spezielle Ladesäule?
- Wie lange dauert das Ganze dann, wenn man über Nacht lädt?
- Kann ich das selbst installieren oder muss ein Elektriker ran?
- Was kostet das ungefähr?
Ich bin gewohnt, bei Sanierungsthemen selbst mit anzupacken, aber bei Elektrik bin ich vorsichtig. Wollte da von euch hören, was realistisch ist und worauf ich achten sollte. Gibt es da auch Fördermöglichkeiten?
Danke schonmal!
Hallo Michael,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Die gute Nachricht: Mit modernen Wallboxen ist das deutlich komfortabler und sicherer als mit normalen Steckdosen. Die meisten E-Autos brauchen für vernünftige Ladegeschwindigkeit eine dreiphasige Leitung mit mindestens 11 kW (manche bis 22 kW).
Zum Selbermachen: Die Wallbox selbst kannst du montieren, aber die Stromleitung muss ein zertifizierter Elektriker legen und anschließen – das ist Pflicht und versicherungstechnisch wichtig. Je nach Entfernung zur Garage und deinem Sicherungskasten kommen da schnell 800–2000 Euro zusammen.
Ladezeit: Mit 11 kW brauchst du für eine 60-kWh-Batterie (mittleres E-Auto) etwa 5–6 Stunden. Nachts lädt es sich also locker voll.
Förderung: Es gibt KfW-Zuschüsse, aber die sind oft an energetische Sanierungen gekoppelt – schau da auf der KfW-Seite nach, ob ihr anspruchsberechtigt seid.
Mein Tipp: Holt vorher 2–3 Angebote von lokalen Elektrikern ein. Die kosten nix und zeigen dir, was realistisch für euer Haus ist.
Viel Erfolg bei der Sanierung!