Hallo zusammen,
ich plane gerade die energetische Sanierung meines Hauses und bin auf das Thema Innendämmung gestoßen. Mein Problem: Die Außenwände lassen sich aus gestalterischen Gründen nicht dämmen – ich arbeite beruflich mit Außenanlagen und möchte die Fassade des Hauses bewusst nicht verändern.
Nun lese ich überall, dass Innendämmung kritisch ist und zu Schimmel führen kann. Stimmt das wirklich? Wenn die Innendämmung feuchtedicht angebracht wird und ich auf ausreichend Belüftung achte – funktioniert das?
Kennt jemand von euch praktische Lösungen? Welche Materialien sind am sichersten? Und ist das nur was für Neubau oder auch beim Altbau möglich? Mein Haus stammt aus den 70ern und hat eher feuchte Wände im EG.
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Also bei unserem alten Haus war Innendämmung am Anfang auch meine erste Idee. Was ich gelernt habe: Bei feuchten Wänden im EG brauchst du erst eine Horizontalsperre oder Sanierputz, bevor du dämmst. Sonst hast du garantiert Probleme. Das kostet aber auch wieder. Vielleicht erst ein Fachgutachten machen?
Gute Frage, wir hatten das ähnlich beim Umbau unserer Garage. Innendämmung funktioniert, aber nur wenn wirklich alles stimmt – Folie, Lüftung, Taupunktberechnung. Bei feuchten Wänden: erst klären, wo die Feuchte herkommt, sonst ärgerst du dich nur hinterher.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn ich direkt bei der Handwerkskammer anrufe oder auf deren Website schaue. Die haben immer aktuelle Listen von zertifizierten Betrieben in der Region, und du kannst gleich nachfragen, wer gerade Zeit hat. Spart einem viel Recherche und man weiß, dass die Leute auch wirklich geprüft sind. Dienstleister-Portal
Schimmel bei Innendämmung – ja, das kann passieren, aber nicht automatisch. Hab selber verschiedene Systeme verarbeitet. Wichtig ist: Die Innenseite MUSS dampfdicht sein, sonst wandert die Feuchte in die Dämmung. Dann wars das. Bei 70ern mit feuchten Wänden: erst sanieren, dann dämmen.
Hi Klara, super Frage. Innendämmung ist absolut machbar, ABER nur mit der richtigen Planung. Das Wichtigste: eine dampfdichte Folie auf der Warmseite ist essentiell. Bei deinem 70er-Jahre-Haus mit feuchten Wänden würde ich dir empfehlen, vorher ein Feuchtemessgerät einzusetzen. Es gibt auch KfW-Förderung dafür – habe da letztens wieder reingeschaut für mein Projekt. Was ist denn die aktuelle Oberflächenfeuchte an den Wänden?