Hallo zusammen,
wir sanieren gerade unser Dachgeschoss und ich bin bei der Planung der Zwischensparrendämmung ins Grübeln gekommen. Das Haus ist aus den 70ern, die Sparren sind etwa 16 cm stark. Jetzt lese ich überall unterschiedliche Empfehlungen – manche sagen 12 cm reicht vollkommen aus, andere schwören auf 16 cm, um die volle Sparrenhöhe zu nutzen.
Meine Frage: Gibt es einen wissenschaftlich sinnvollen Punkt, ab dem es unwirtschaftlich wird, noch dicker zu dämmen? Oder sollte man immer die maximale Höhe ausschöpfen?
Und noch wichtig: Spielt es eine Rolle, ob ich später noch eine Innendämmung (Rigipsschicht) aufbringen möchte? Ich möchte das nicht überstürzen, aber langfristig könnte das interessant sein.
Habe mich da schon ziemlich eingelesen, aber die Fachbegriffe und Kennwerte verwirren mich eher, als dass sie helfen. Freue mich auf erfahrene Tipps!
Grüße,
Marion
Hallo Marion,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Bei Sparrenstärke von 16 cm würde ich dir empfehlen, 12–14 cm Dämmstoff einzubringen – nicht unbedingt die volle Höhe. Grund: Du brauchst oben noch mindestens 2 cm Luftraum zur Hinterlüftung der Dachdeckung, sonst bekommst du Feuchteprobleme, besonders im Herbst/Winter.
Zur Wirtschaftlichkeit: Die Wärmeverbesserung zwischen 12 und 16 cm ist deutlich geringer als zwischen 6 und 12 cm. Der U-Wert sinkt zwar noch, aber nicht proportional zu den Kosten. Nach EnEV rechnet sich meist 12–14 cm sehr gut.
Falls du später innen dämmen möchtest: Das ist möglich, kostet dich aber wertvollen Wohnraum. Besser gleich außen gut isoliert, dann brauchst du weniger Innendämmung.
Welcher Dämmstoff ist denn geplant – Mineralwolle, Holzfaser, Styropor?
Grüße,
GrundstückGuru