Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Haus aus dem Jahr 1973 energetisch zu sanieren. Der Energieberater hat mir für das WDVS eine Dämmstärke von 16cm EPS vorgeschlagen, um möglichst viel Förderung zu bekommen. Das würde natürlich auch entsprechend mehr kosten.
Nun überlege ich, ob nicht auch 12cm ausreichen würden für vernünftige Einsparungen. Das Haus hat bisher gar keine Außendämmung, nur die ursprünglichen 24cm Kalksandstein mit Luftschicht und Klinker. Die Heizkosten sind entsprechend hoch.
Als alter Maler weiß ich, dass bei WDVS auch die fachgerechte Ausführung entscheidend ist, aber bei der Dämmstärke bin ich unsicher. Was sind eure Erfahrungen? Lohnt sich der Mehraufwand für die dickere Dämmung wirklich, oder ist das rausgeschmissenes Geld?
Die Arbeiten sollen im Herbst starten, wenn das Wetter wieder stabiler wird. Jetzt im Sommer plane ich erstmal alles durch.
Freue mich auf eure Meinungen!
Gruß
Werner
Hallo Werner,
aus Versicherungssicht würde ich dir definitiv zu den 16cm raten! Nicht nur wegen der Förderung, sondern auch wegen der Versicherungskonditionen. Viele Versicherer gewähren inzwischen bessere Tarife bei entsprechender Energieeffizienz.
Was oft übersehen wird: Bei einer nachträglichen Dämmung musst du unbedingt deine Gebäudeversicherung informieren. Die Gebäudewerte ändern sich durch die Sanierung erheblich, und das muss angepasst werden. Sonst droht Unterversicherung im Schadensfall.
Zu den 16cm vs 12cm: Der Unterschied beim Material kostet vielleicht 1000-1500€ mehr, aber die Einsparung über 20-30 Jahre ist deutlich höher. Bei einem 70er Jahre Haus ohne Dämmung merkst du jeden zusätzlichen cm sofort auf der Heizkostenabrechnung.
Lass dir vom Energieberater mal konkrete Zahlen für beide Varianten rechnen - Kosten, Einsparung und Amortisation. Dann siehst du schwarz auf weiß, was sich lohnt.
Gruß
Andreas