Hallo zusammen,
wir planen gerade eine größere Sanierung unseres Hauses und sind bei der Dämmstoffwahl angelangt. Überall liest man was anderes – die einen schwören auf Mineralwolle wegen der Feuchteregulierung, andere sagen Styropor ist langlebiger und günstiger.
Bei uns ist es ein freistehendes Haus mit ziemlich großem Grundstück, relativ exponiert, also auch windiger. Das Mauerwerk ist älter, nicht gerade neu. Ich frage mich vor allem: Welcher Stoff hält langfristig besser? Gibt es bei uns regional oder klimatechnisch was zu beachten?
Außerdem – ist es wirklich so entscheidend, welches Material ich nehme, oder sind die Unterschiede eher marginal? Ich möchte hier nicht unnötig Geld verschleudern, aber auch keine billige Lösung wählen, die nach 15 Jahren Ärger macht.
Wer hat da echte Erfahrung mit beiden Materialien über längere Zeit? Freue mich über praktische Tipps.
Danke!
FliederHof
Das ist eine gute Frage, die ich so ähnlich auch bei meiner 80er-Jahre-Sanierung hatte. Kurze Antwort: Beide haben ihre Berechtigung, es kommt auf deine spezifische Situation an.
Miné:ralwolle ist dampfdiffusionsoffen – das ist bei älteren Häusern oft ein Vorteil, weil die Wände "atmen" können. Das reduziert Feuchteprobleme. Styropor ist dichter, dafür günstiger und langlebiger, wenn es gut verarbeitet ist.
Bei exponierter Lage wie bei dir würde ich eher zu Mineralwolle tendieren, weil die Feuchteaufnahme und -abgabe unkritischer ist. Styropor kann bei Fehlern später zu Problemen führen.
Der Unterschied bei den Heizkosten ist ehrlich gesagt marginal, wenn die Verarbeitung stimmt. Aber die Langzeitstabilität des Aufbaus – das ist der eigentliche Unterschied. Ich habe mich für einen gemischten Ansatz entschieden und bin damit zufrieden.
Wichtig: Lass dich beim Aufbau (Unterkonstruktion, Dampfbremse, Anschlüsse) beraten. Das Material selbst ist nur ein Teil der Lösung.