Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Haus energetisch zu ertüchtigen und bin mir unsicher, welcher Weg sinnvoller ist. Das Haus ist von 1975, zweischaliges Mauerwerk, und ich möchte die Heizkosten endlich senken.
Mein Nachbar hat gerade eine Außendämmung mit WDVS machen lassen – kostet ordentlich was, aber optisch sieht es gut aus und die Wanddicke bleibt gleich. Andererseits höre ich immer wieder von Leuten, die Innendämmung bevorzugen, weil man nicht ans Gerüst muss und es vermeintlich günstiger sein soll.
Ich arbeite selbst mit Elektrik und Smart Home, bin also nicht völlig unerfahren mit handwerklichen Projekten. Aber bei einer großflächigen Dämmung bin ich mir unsicher, ob ich das teilweise selbst angehen kann oder ob das zu kritisch ist.
Was sind eure echten Erfahrungen? Worauf sollte ich bei der Entscheidung achten? Und gibt es Grenzen, wo eine Innendämmung einfach nicht mehr sinnvoll ist?
Danke schonmal!
Markus, das ist eine gute Frage, und ich hab da auch schon einiges gesehen. Kurz gesagt: Außendämmung ist meistens die bessere Lösung, wenn's finanziell geht. Du vermeidest Wärmebrücken und schützt die Bausubstanz, bei Innendämmung musst du viel genauer auf Taupunkt und Feuchte achten – gerade in älteren Häusern tückisch.
Bei deinem 75er-Haus würde ich persönlich zur Außendämmung tendieren. Mit Innendämmung verlierst du Wohnfläche, und die Bauphysik ist anfälliger. Ich hab früher mehrere Projekte begleitet, wo's mit Innendämmung später Probleme gab.
Gerüst und Kosten schmerzen, aber die Heizkosten sinken wirklich deutlich, und das rechnet sich über die Jahre.