Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Einfamilienhaus auf Vordermann zu bringen. Das Flachdach ist aus den 70ern und völlig ungedämmt – im Sommer brütet es drinnen, im Winter geht die Heizung kaum aus. Jetzt frage ich mich: Wie teuer wird es wirklich, wenn ich nachträglich dämmen lasse? Und welche Methoden sind da seriös?
Ich kenne mich mit Rohren und Heiztechnik aus, aber bei Dächern bin ich ehrlich gesagt unsicher. Von außen dämmen? Von innen? Aufsparrendämmung? Ich lese überall unterschiedliche Preise – von 80 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Was ist realistisch?
Mein Dach ist ca. 120 Quadratmeter. Kann ich davon ausgehen, dass sich das durch eingesparte Heizkosten irgendwann amortisiert? Und gibt's noch Förderung dafür?
Danke für konkrete Tipps!
Gerhard
Hallo Gerhard,
da spricht die Erfahrung aus dir! 120 Quadratmeter sind nicht gerade wenig, aber auch machbar. Bei Flachdächern sind praktisch drei Wege üblich:
1. **Aufbau von außen (Aufsparrendämmung)** – das ist meist die beste Lösung für Flachdächer. Kosten: 120–200 Euro/m². Vorteil: keine Wärmbrücken, Raumverlust innen minimal.
2. **Von innen dämmen** – billiger (80–120 €/m²), aber Risiko für Taupunktprobleme und Schimmel, wenn's nicht korrekt mit Dampfsperre gemacht wird.
3. **Kerndämmung** – nur wenn dein Dach zweischalig ist, was bei 70ern eher selten.
Realistisch: bei professioneller Ausführung rechne mit **15.000–24.000 Euro** für dein Dach inklusive neuer Dachabdichtung. Heizkostenersparnis: 15–25% der Heizlast, also bei dir etwa 200–400 Euro pro Jahr je nach Energieträger.
Förderung läuft über KfW oder BAFA – bis zu 40% Zuschuss möglich, wenn du auf KfW-Effizienzhaus-Standard gehst.
Gisela