Hallo zusammen, mein Mann und ich sind gerade mittendrin in der Sanierung unseres 70er-Jahre-Hauses und müssen uns jetzt endlich für die Heizung entscheiden. Überall liest man, dass Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen die ideale Kombination sind – aber ich bin ehrlich gesagt skeptisch geworden.
Wir haben Angebote für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (ca. 22.000€) und eine 8kWp PV-Anlage (ca. 18.000€) bekommen. Das sind zusammen 40.000€, und selbst mit Förderung bleiben wir bei über 30.000€. Der Installateur verspricht uns, dass die WP im Sommer den PV-Strom direkt nutzen kann und wir so Stromkosten sparen.
Aber: Im Sommer brauchen wir doch gar keine Heizung! Im August läuft die WP praktisch nicht. Und im Winter, wenn wir die Heizung wirklich brauchen, scheint die Sonne viel weniger. Also wo genau ist dann der Synergieeffekt? Nutzen wir die teure PV im Winter nur für Warmwasser und Haushaltsstrom, während die WP teuren Netzstrom zieht?
Hat jemand das schon durchgerechnet oder gemacht? Bin für ehrliche Antworten dankbar – auch wenn sie kritisch sind!
Du hast recht, dass die klassische "Synergie" im Winter nicht funktioniert. Aber: Eine gute Kombination braucht Smart Home-Steuerung. Dann nutzt die WP gezielt den PV-Mittags-Strom auch im Frühjahr/Herbst für Heizung, macht gezielt Warmwasser wenn Sonne da ist, etc. Das spart tatsächlich was – aber nur mit intelligneter Steuerung. Das kostet extra.
Oh je, ich hab solche Entscheidungen auch vor mir... bei meinem geerbten Haus bin ich noch total überfordert davon. Aber das, was du schreibst, klingt logisch. Im Sommer braucht man keine Wärme, im Winter keine Sonne. Das ist ja fast wie zwei separate Systeme?
Guten Gedanke, Petra! Das habe ich mir bei meinen bisherigen Gartenprojekten auch schon überlegt. Ich würde sagen, die Kombination macht vor allem Sinn, wenn ihr auch Warmwasser und Heizung im Übergangsjahr (Frühling, Herbst) kombinieren könnt. Da läuft die WP noch, und die PV trägt was bei. Im tiefsten Winter stimmt deine Überlegung – da ist PV einfach wenig wert.
Bin da bei dir, Petra. Bei meiner Sanierung des 80er-Hauses habe ich WP und PV kombiniert, aber ich war realistisch: Die Hauptersparnis bringt die WP, die PV der Nebeneffekt. Mit meinem Elektroinstallateur haben wir auch eine DC-Optimierung auf dem Dach gemacht – dadurch lädt die WP effizienter, wenn Sonne scheint. Trotzdem: Rechnet mit 18-22 Jahren, nicht weniger. Es lohnt sich langfristig, aber nicht übers Jahr betrachtet.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, die Angebote über den Vergleichsrechner einzuholen. Man spart sich viel Zeit, weil die verschiedenen Installateure direkt kalkulieren und man auf einen Blick sieht, welche Preise realistisch sind. Bei mir hat das ganz gut funktioniert. check24