Hi zusammen,
hab letztes Jahr mein erstes Haus gekauft und eine Luftwärmepumpe mit dabei bekommen. Jetzt wird's langsam richtig warm und ich frag mich, ob ich die Wärmepumpe auch zum Kühlen nutzen kann?
Der Installateur hatte damals was von "reversiblem Betrieb" erzählt, aber ehrlich gesagt hab ich das nicht so richtig verstanden. Hab jetzt schon ein paar heiße Tage gehabt und überlege, ob das eine Alternative zu ner separaten Klimaanlage wäre.
Kann mir jemand erklären, wie das funktioniert? Verbraucht das dann mehr oder weniger Strom als eine normale Klimaanlage? Und vor allem - ist das gut für die Wärmepumpe oder geht die dadurch schneller kaputt wenn sie das ganze Jahr über läuft?
Wäre cool wenn jemand Erfahrungen hat, gerade jetzt wo der Sommer vor der Tür steht und ich noch Zeit hab was zu organisieren bevor es richtig heiß wird.
Danke schon mal!
Hi,
bei meinem Fachwerkhaus war das auch ein Thema, allerdings hab ich mich letztendlich dagegen entschieden. Das reversible System funktioniert schon - die Wärmepumpe kehrt einfach den Kreislauf um und pumpt die Wärme aus dem Haus raus statt rein.
Das Problem bei alten Häusern wie meinem ist aber die Wärmeverteilung. Die dicken Wände speichern viel Wärme und über Heizkörper zu kühlen ist ziemlich ineffizient. Bei dir mit Neubau könnte das aber gut funktionieren, besonders wenn du Fußbodenheizung hast.
Vom Stromverbrauch her ist ne reversible Wärmepumpe meist sparsamer als separate Klimageräte, weil der Wirkungsgrad besser ist. Und die Anlage geht nicht schneller kaputt - im Gegenteil, gleichmäßige Nutzung ist oft besser als monatelanger Stillstand.
Wichtig ist nur, dass dein System wirklich reversibel ausgelegt ist und die Hydraulik stimmt. Lass das aufjedenfall nochmal vom Installateur checken bevor du anfängst zu kühlen. Bei meinem Denkmalschutz-Projekt war's einfach zu aufwendig nachzurüsten, aber bei dir sollte das eigentlich problemlos gehen.