Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit über 8 Jahren Hausbesitzerin und habe mein Haus 2018 gekauft. Damals hat mir der Makler eine Wohngebäudeversicherung vermittelt, die ich einfach abgeschlossen habe, ohne viel nachzudenken. Seitdem zahle ich brav die Prämie.
Kürzlich habe ich in einem Handwerkergespräch zufällig gehört, dass man sein Haus regelmäßig neu bewerten sollte, weil sonst die Versicherungssumme nicht mehr stimmt. Das hat mich aufhorchen lassen. Mein Haus ist von 1975, ich habe inzwischen neue Fenster eingebaut und das Dach teilweise saniert – aber ich habe das nie meinem Versicherer mitgeteilt.
Wie merke ich denn, ob ich unterversichert bin? Worauf sollte ich achten? Und wenn ich unterversichert bin – wird das teuer, das zu korrigieren? Kann mir jemand praktisch erklären, wie man das überprüft?
Danke schon mal für eure Hilfe!
Hallo Angela,
die Frage ist wichtig. Im Grunde brauchst du die aktuelle Wiederbeschaffungskostenversicherung – das ist die Versicherungssumme, die dein Haus heute komplett neu kosten würde. Das hat nichts mit dem Kaufpreis 2018 zu tun.
Du kannst das selbst überschlagen: Quadratmeterpreis für Neubau in deiner Region × Wohnfläche. Für ein saniertes 1975er-Haus sind das aktuell oft 2500–3500 € pro Quadratmeter, je nach Zustand und Lage. Das ist deutlich höher als noch vor Jahren.
Die gute Nachricht: Es ist kein großes Problem, das jetzt zu korrigieren. Du schreibst dem Versicherer, teilst die neuen Maßnahmen mit (Dach, Fenster) und die korrigierte Summe. Oft gibt es sogar Rabatte für Modernisierungen. Die Prämie kann leicht steigen, aber im Schadensfall hättest du sonst massive Probleme – der Versicherer würde die Leistung kürzen.
Mein Tipp: Mach das zeitnah. Jedes Jahr, das verstreicht, wird es dokumentarisch schwieriger.