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Selbstbeteiligung als Sanierungsplaner: Strategisch sinnvoll?

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Christoph H.
Beiträge: 16
Themenstarter
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(@christophheld)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#39]

Hallo zusammen, ich berate als Energieberater regelmäßig Hausbesitzer bei ihren Sanierungsfahrplänen – und immer wieder kommt die Frage auf: Lohnt es sich, die Selbstbeteiligung in der Wohngebäudeversicherung zu erhöhen, wenn größere Arbeiten anstehen?

Mir stellt sich das so dar: Wenn jemand z.B. ein Dach saniert oder die Fassade neu macht, sinkt das statistische Schadensrisiko ja messbar. Aber macht es Sinn, das durch eine höhere Selbstbeteiligung zu "belohnen"? Oder sollte man eher nach Rabatten für die Sanierungsmaßnahmen selbst fragen?

Ich frage, weil ich meinen Kunden da eine bessere Orientierung geben möchte. Die meisten sparen überall, wo sie können – aber ob das bei der Versicherungsstrategie wirklich der richtige Weg ist, bin ich mir nicht sicher. Welche praktischen Erfahrungen habt ihr gemacht? Zahlt sich eine höhere Selbstbeteiligung tatsächlich durch niedrigere Prämien aus, oder lockt das einfach nur mit vermeintlichen Ersparnissen?


1 Antwort
Klaus Berger
Beiträge: 0
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(@klaus-berger)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Christoph,

aus meinen 25 Jahren Hauseigentum kann ich dir sagen: Die Rechnung ist oft eine Illusion. Ja, die Prämie sinkt, wenn du die Selbstbeteiligung erhöhst – bei mir waren das damals etwa 100–150 Euro pro Jahr weniger bei Erhöhung von 300 auf 1.000 Euro.

ABER: Wenn dann tatsächlich was passiert – und das passiert!– merkst du schnell, dass du bei einem Wasserschaden oder Sturmschaden die 1.000 Euro aus eigener Tasche zahlst. Das ist im Alter oder bei weniger Liquidität ein echtes Problem.

Meine Empfehlung für deine Kunden: 300–500 Euro Selbstbeteiligung halten und die eingesparten Kosten besser in Risikovermeidung investieren. Das ist konkreter als Versicherungsprämien zu sparen. Übrigens: Nach einer guten Sanierung kannst du oft einen Rabatt verhandeln – frag mal direkt bei deinem Versicherer, ob es Sanierungsboni gibt. Das ist effizienter als die Selbstbeteiligung hochzuschrauben.


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