Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, ein Gründerzeithaus in Berlin zu sanieren und habe eine Versicherungsfrage, bei der ich unsicher bin.
Meine aktuelle Wohngebäudeversicherung hat eine Selbstbeteiligung von 300 Euro. Der Versicherer hat mir angeboten, diese auf 500 oder sogar 750 Euro zu erhöhen – im Gegenzug sinkt die jährliche Prämie um ca. 80-120 Euro.
Normalerweise würde ich das sofort annehmen, aber: Ich bin jetzt mitten in einer umfangreichen Sanierung. Neue Fenster, Dacharbeiten, Elektrik wird erneuert. Da passieren in der Praxis ja immer mal kleine und größere Dinge – Handwerker beschädigen etwas, Wasserschäden während der Arbeiten, etc.
Meine Frage: Macht es Sinn, die Selbstbeteiligung gerade JETZT zu erhöhen, wenn ohnehin mehr Risiko durch die laufenden Arbeiten besteht? Oder sollte ich erst warten, bis die Renovierung komplett abgeschlossen ist?
Wie geht ihr da vor? Freue mich auf erfahrene Tipps!
Jochen S. hier – guter Gedanke, das mit der Renovierung zu berücksichtigen. Ich hab das ähnlich schon mehrfach erlebt bei meinen Arbeiten. Meine Empfehlung: Erhöh die Selbstbeteiligung NICHT, solange die Baustelle läuft. Die Dinger passieren einfach – Gerüst beschädigt was, Wasser läuft irgendwo hin – und wenn dann plötzlich ein 2.000-Euro-Schaden ansteht und du zahlst 750 statt 300 aus eigener Tasche, bereust du dir das. Nach den Arbeiten, wenn alles stabil läuft, dann kannst du immer noch umsteigen. Die 80-100 Euro Ersparnis pro Jahr sind nicht die Welt. Glaub mir, ist cleverer, jetzt noch flexibel zu sein.